FAQ psychotherapeutisch-tätige Ärzt*innen

Wurden die Corona-Sonderregelungen auch für das 4. Quartal 2021 verlängert?
Erneut wurden die Sonderregelungen verlängert für das 4. Quartal, also bis zum Jahresende, es gab aber auch eine Erweiterung.
  • Psychotherapeutische Sprechstunden und Probatorische Sitzungen können weiterhin ausnahmsweise per Video erbracht werden.
  • Die Begrenzung der behandlungsfall- und EBM-Ziffer-bezogenen Anzahl von Videosprechstunden ist weiterhin ausgesetzt, d.h. Sie können so viele Leistungen per Video abhalten, wie Sie wollen.
  • Die Telefonziffer 01433 (für je 10 Minuten erbrachtes Telefonat) ist weiterhin gültig. Zu beachten ist aber, dass es in einigen KVen dadurch zur Absenkung der Quotierung der Leistungen aus der Morbiditätsbedingten Gesamtvergütung (MGV) kommt.
  • Gruppensitzungen können weiterhin formlos in Einzelsitzungen umgewandelt werden.
  • Erweiterung: Es ist nun auch möglich, probatorische Sitzungen in der Gruppenpsychotherapie als Videobehandlung durchzuführen.
Weitere Informationen erhalten Mitglieder in unserem Info Kompakt „20210923 Info Aktuell: Wichtige Beschlüsse des Bewertungsausschusses“ im internen Bereich „Mein bvvp“.
Können Arzt- und Psychotherapeutenpraxen auch Kurzarbeitergeld für ihre Mitarbeiter*innen beantragen?

Ja, sie können auch Kurzarbeitergeld beantragen.

Die Bundesagentur für Arbeit hatte in einer internen Anweisung Krankenhäuser und Arztpraxen von den Regelungen zur Kurzarbeit ausgenommen, weil diese vom COVID-19-Schutzschirm profitieren würden. Dagegen hat der Virchowbund bei Bundesarbeitsminister Heil und Bundesgesundheitsminister Spahn interveniert – mit Erfolg: Danach haben Angestellte in den Praxen von Vertragsärzten und -psychotherapeuten grundsätzlich Anspruch auf Kurzarbeitergeld. Alle Anträge sollen nun im Einzelfall beschieden werden. Mehr Infos gibt auch die KBV.

Aktualisierung vom 26.08.2020: Die Koalition hat sich auf eine Verlängerung des Kurzarbeitergelds bis Ende 2021 geeinigt.