FAQ psychotherapeutisch-tätige Ärzt*innen

Wurden die Corona-Sonderregelungen auch für das 2. Quartal 2021 verlängert?
Die Corona-Sonderreglungen wurden erneut und zunächst bis 30.06.2021 verlängert. Dies gilt für:
  • die Sprechstunden und Probatorik per Video,
  • die Aufhebung der 20%-Grenzen und
  • die Umwandlung von Gruppentherapie in Einzeltherapie.
Seit dem 2. November 2020 ist es auch wieder möglich, die Patient*innen, die über keine Möglichkeit verfügen, persönlich in die Praxis zu kommen oder die Videosprechstunden zu nutzen, über Telefon zu behandeln. Dafür wird die Telefonziffer 01433, die bereits aus dem ersten Quartal bekannt ist, reaktiviert. Alle Infos zur Abrechnung finden Sie auch in einer Mitglieder-Information im internen Bereich unserer Homepage „Mein bvvp“. Auch Versicherte der privaten Krankenversicherung können während der zweiten Corona-Welle weiterhin längere telefonische Beratungen erhalten, wenn eine psychotherapeutische Behandlung dringend erforderlich, aber aufgrund der Pandemie in der Praxis oder per Videotelefonat nicht möglich ist. Statt bisher 40 Minuten sind nur noch 30 Minuten Telefonberatung je Termin abrechenbar. Innerhalb eines Kalendermonats können seit Jahresbeginn bis zu viermal 30-minütige telefonische Beratungen erstattet werden. Diese leicht geänderte Sonderregelung gilt rückwirkend ab dem 1. Januar 2021 verlängert bis zum 30.06.2021. Die Bundesärztekammer und die PKV haben sich auch darauf geeinigt, dass die entsprechende Abrechnungsempfehlung über die Nummer 245 GOÄ (zum 1,0fachen Satz in Höhe von 6,41 EUR) bis Ende Juni verlängert wird. Außerdem hat der Bundestag beschlossen, die Akutbehandlung via Video zu ermöglichen. Veröffentlicht wird das Gesetz im Bundesanzeiger vermutlich Ende Mai, dann tritt es in Kraft. Der Bewertungsausschuss muss dann noch bis zum 30. September 2021 die Voraussetzungen festlegen. Dazu hier die Pressemitteiluung des BPtK. Weitere Informationen finden Sie in unserer Mitgliederinformation zum Thema Verlängerung der Corona-Sonderregelungen bis Ende des 2. Quartals 2021 im internen Bereich.
Können Arzt- und Psychotherapeutenpraxen auch Kurzarbeitergeld für ihre Mitarbeiter*innen beantragen?

Ja, sie können auch Kurzarbeitergeld beantragen.

Die Bundesagentur für Arbeit hatte in einer internen Anweisung Krankenhäuser und Arztpraxen von den Regelungen zur Kurzarbeit ausgenommen, weil diese vom COVID-19-Schutzschirm profitieren würden. Dagegen hat der Virchowbund bei Bundesarbeitsminister Heil und Bundesgesundheitsminister Spahn interveniert – mit Erfolg: Danach haben Angestellte in den Praxen von Vertragsärzten und -psychotherapeuten grundsätzlich Anspruch auf Kurzarbeitergeld. Alle Anträge sollen nun im Einzelfall beschieden werden. Mehr Infos gibt auch die KBV.

Aktualisierung vom 26.08.2020: Die Koalition hat sich auf eine Verlängerung des Kurzarbeitergelds bis Ende 2021 geeinigt.

Kann ich als psychotherapeutisch tätige Ärzt*in jetzt zum Dienst in der Klinik zwangsverpflichtet werden?

Auch das ist sicherlich denkbar, falls die Versorgung der Infizierten anders nicht mehr zu handhaben ist. Wenn aber aus gesundheitlichen Gründen eine solche Tätigkeit für Ärztinnen und Ärzte nicht möglich und zumutbar wäre, sollte auch eine Befreiung von der Zwangsverpflichtung möglich sein.