FAQ zu Hygiene

Wie gehe ich damit um, wenn ich selbst Covid 19 habe? Muss ich die Adressen der Patient*innen an das Gesundheitsamt weitergeben? Wie sieht es mit der Schweigepflicht aus?
Wenn Sie sich mit Sars-CoV-2 infizieren, so sind die Gesundheitsbehörden nach dem Infektionsschutzgesetz verpflichtet, Sie nach Kontaktpersonen zu befragen und die Kontaktpersonen zu ermitteln. Weiterhin ist mit einem vorübergehenden beruflichen Tätigkeitsverbot im direkten Kontakt mit Patient*innen und ihren Bezugspersonen sowie einer Anordnung häuslicher Quarantäne zu rechnen. Im Falle des beruflichen Tätigkeitsverbots sieht das Infektionsschutzgesetz Entschädigungsansprüche für PP und KJP vor. Der Anspruch ist binnen einer Frist von drei Monaten beim zuständigen Gesundheitsamt zu stellen. Vertragspsychotherapeut*innen sollten außerdem ihre jeweilige KV unverzüglich benachrichtigen. Es gibt bislang keine politische Entscheidung darüber, welche anderen Kompensationsmöglichkeiten PP und KJP angeboten werden können. Sie sind nach § 25 Abs. 2, § 16 Abs. 2 Infektionsschutzgesetz zur Mitwirkung und Unterstützung des Gesundheitsamtes an den Ermittlungen der Infektionskette sowie möglicher Kontaktpersonen verpflichtet. In diesem Zusammenhang müssen Sie der Gesundheitsbehörde die erforderlichen Auskünfte über Ihre Kontaktpersonen (Name, Adresse, Telefonnummer) erteilen. Die Durchbrechung der Schweigepflicht ist durch diese gesetzliche Normierung der Auskunftspflicht gerechtfertigt und deshalb gestattet. Sollten Sie unsicher sein, ob Sie infiziert sind oder nicht, rufen Sie bitte zunächst den Hausarzt an oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst (116117). Sie werden dann über das Vorgehen, insbesondere über die Durchführung des Corona-Tests, informiert.
Wie soll ich damit umgehen, wenn ein/e Patient/in eine Bescheinigung (kein Attest) vom Arzt hat, dass keine Maskenpflicht bestünde?

Eine solche Bescheinigung ist zunächst gültig. Selbstverständlich können Sie selbst Maske tragen und den Raum belüften, Abstand halten, um sich zu schützen. Zudem können Sie auch auf die Videobehandlung ausweichen.

Ab wann muss ich mich auf Covid-19 testen lassen?

Einen Corona-Test sollten Sie durchführen lassen, wenn Sie selbst Symptome spüren und wenn Sie Kontakt zu einem bestätigten Corona-Fall hatten.

Wie oft muss die Praxis desinfiziert werden?

Nach den Empfehlungen des RKI gilt: alle Räume, alle Flächen, Gegenstände und Sanitäreinrichtungen mindestens arbeitstäglich, bei evtl. Kontamination bzw. nach Behandlung eines/r Patienten/in mit Corona-Verdacht sofort.

Was muss in der psychotherapeutischen Praxis dokumentiert werden?

Hier ist zu unterscheiden, ob Sie in der Praxis allein arbeiten oder Mitarbeiter*innen beschäftigen. Wenn Sie allein arbeiten, sind die Dokumentationspflichten deutlich geringer.

Wichtig ist vor allem der Hygieneplan.
Nach den Empfehlungen der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention beim RKI sollte der Plan ein gestuftes Konzept aus Basishygienemaßnahmen (grundsätzlich im Praxisbetrieb anzuwendende Maßnahmen) und ergänzenden Pandemie-Hygienemaßnahmen enthalten.

Hinzu kommt ein Hygiene-Konzept für die Praxis, letztlich ein Plan, wie und welche Maßnahmen in der Praxis ergriffen werden sollen, um neben den im Hygieneplan enthaltenen Maßnahmen Vorsorge gegen Ansteckungen zu treffen.

Wenn Sie Mitarbeiter beschäftigen, müssen Sie diese in den Hygieneplan und das Hygienekonzept einweisen. Dies muss dokumentiert werden. Zudem muss ein Plan festgelegt werden, wie nach einem Kontakt mit infizierten Personen umgegangen wird.

Was ist bei COVID-Verdachtsfällen oder bestätigten COVID-Fällen in der Praxis zu tun?

Im Falle eines Verdachts oder einer bestätigten Infektion können PP und KJP zur Meldung und damit zur Durchbrechung der Schweigepflicht verpflichtet sein.
Es sind insoweit die Meldepflichten des Infektionsschutzgesetzes zu beachten (https://www.gesetze-im-internet.de/ifsg)

Wir als PP und KJP sind nur zur Meldung verpflichtet sind, wenn
1. ein begründeter Verdacht nach den Kriterien des Robert Koch-Instituts besteht und
2. noch kein Arzt hinzugezogen wurde.
Es besteht aufgrund dieser Bestimmungen keine Pflicht für PP und KJP die Patientinnen und Patienten aktiv auf den Verdacht einer Covid-19-Erkrankung hin zu befragen oder gar zu untersuchen.

Sollte eine Patientin oder ein Patient Ihnen von Symptomen, die durch das neuartige Coronavirus ausgelöst werden, berichten oder Ihnen mitteilen, dass Kontakt mit einem bestätigten Fall einer SARS-CoV-2-Infektion bestand bzw. kürzlich ein Aufenthalt in einem Risikogebiet stattgefunden hat, sollten Sie im ersten Schritt klären, ob bereits ein Arzt / eine Ärztin hinzugezogen wurde. Ist dies bereits erfolgt, besteht für Sie kein weiterer Handlungsbedarf. Sollte eine ärztliche Abklärung nicht erfolgt sein oder diese von dem Patienten/ der Patientin abgelehnt werden, besteht eine Meldepflicht an das zuständige Gesundheitsamt. Eine solche Meldung an das zuständige Gesundheitsamt muss gemäß Gesetz/Verordnung erfolgen und stellt keine Verletzung der Schweigepflicht dar. Sie sollten allerdings den Patienten / die Patientin hierüber unterrichten.

Für Sie selbst gilt: Bitte warten Sie die Entscheidung des Gesundheitsamtes ab, ob Ihre Praxis nach Kontakt mit infizierten Patienten geschlossen werden muss und Sie sich in häusliche Quarantäne begeben müssen oder nicht.

Welche gesetzlichen Vorschriften gelten in Bezug auf Hygienemaßnahmen?

Es gelten die Vorschriften des Infektionsschutzgesetzes und, sofern Sie Mitarbeiter*innen beschäftigen, die Vorschriften des Arbeitsschutzgesetzes.
Konkret heißt dies, dass Sie den – ohnehin vorhandenen – Hygieneplan der Praxis um ein Hygiene-Konzept „Corona“ erweitern müssen. Eine entsprechende Vorlage zum Download finden Sie im internen Bereich unter Info Kompakt.

Was ist bei COVID-Verdachtsfällen in der Praxis zu tun?

Im Falle eines Verdachts oder einer bestätigten Infektion können PP und KJP zur Meldung und damit zur Durchbrechung der Schweigepflicht verpflichtet sein.
Es sind insoweit die Meldepflichten des Infektionsschutzgesetzes zu beachten.
Wir als PP und KJP sind nur zur Meldung verpflichtet, wenn 1. ein begründeter Verdacht nach den Kriterien des Robert Koch-Instituts besteht und 2. noch kein Arzt hinzugezogen wurde.
Es besteht aufgrund dieser Bestimmungen keine Pflicht für PP und KJP, die Patientinnen und Patienten aktiv auf den Verdacht einer Covid-19-Erkrankung hin zu befragen oder gar zu untersuchen.

Sollte eine Patientin oder ein Patient Ihnen von Symptomen, die durch das Coronavirus ausgelöst werden, berichten oder Ihnen mitteilen, dass Kontakt mit einem bestätigten Fall einer SARS-CoV-2-Infektion bestand bzw. kürzlich ein Aufenthalt in einem Risikogebiet stattgefunden hat, sollten Sie im ersten Schritt klären, ob bereits ein Arzt / eine Ärztin hinzugezogen wurde. Ist dies schon erfolgt, besteht für Sie kein weiterer Handlungsbedarf. Sollte eine ärztliche Abklärung nicht erfolgt sein oder diese von dem Patienten/ der Patientin abgelehnt werden, besteht eine Meldepflicht an das zuständige Gesundheitsamt. Eine solche Meldung muss gemäß Gesetz/Verordnung erfolgen und stellt keine Verletzung der Schweigepflicht dar. Sie sollten allerdings den Patienten / die Patientin darüber informieren.

Für Sie selbst gilt: Bitte warten Sie die Entscheidung des Gesundheitsamtes ab, ob Ihre Praxis nach Kontakt mit infizierten PatientInnen geschlossen werden muss und Sie sich in häusliche Quarantäne begeben müssen oder nicht.

Sind Luftreiniger wirkungsvoll und was muss man beachten?

Luftreiniger können – je nach Raumgröße – eine sehr gute Ergänzung zur Verbesserung der Luftqualität sein. Das Lüften wird durch die Geräte nicht ersetzt, aber gerade dann, wenn während der Sitzung kein Lüften möglich ist, können die Geräte eine eventuelle Viruslast im Raum deutlich senken.
Bei Geräten, die mit Filter arbeiten, sollten mindestens ein Hepa H13, idealerweise ein H14 Filter verbaut sein. Geräte, die mit UV-C-Licht arbeiten haben naturgemäß eine etwas niedrigere Strömungsgeschwindigkeit, wälzen also auch weniger Kubikmeter Luft je Stunde um.
Für unseren Bereich sicherlich das Wichtigste ist die Lautstärke der Geräte: Das Gerät von VibaClear ist mit 32dB wohl das leiseste.

Mehr Informationen finden Mitglieder in unserem ausführlichen Info Kompakt zum Thema Hygiene, das wir für Sie auch im internen Bereich der Homepage „Mein bvvp“ hinterlegt haben.

Stimmt es, dass die „Hygienepauschale“ nochmal bis zum 30.09.2021 verlängert wurde?

Ja, es stimmt, der GOÄ-Hygienezuschlag ist bis Ende September 2021 abrechenbar.

Die Abrechnung der Hygieneziffer A 245 ist weiterhin möglich, allerdings nur mit dem einfachen Satz (6,41 Euro). Sie ist bei jedem persönlichen Kontakt mit den Patient*innen anzusetzen. Diese Ziffer ist von Psychotherapeut*innen aller Berufsgruppen abrechnungsfähig.

Von März 2020 an konnte der Zuschlag zunächst in Höhe von 15 Euro pro Arztbesuch abgerechnet werden. Diese Regelung ist zum 30. September 2020 ausgelaufen.

Weitere Informationen finden Sie in unserer Mitgliederinformation zum Thema Verlängerung der Corona-Sonderregelungen bis Ende des 3. Quartals 2021 im internen Bereich.

Bei der Behandlung von PKV-Versicherten gilt:

Es kann weiterhin der Hygienezuschlag A245 zum einfachen Satz (6,41 Euro) für jede face-to-face Sitzung / jedes persönliche Gespräch in der Praxis abgerechnet werden. Weitere Infos finden Sie hier.

Wie wirksam sind Luftreinigungssysteme gegen Corona-Viren?

Aktuell wird viel über das richtige Lüften und die Wirksamkeit verschiedener Lüftungssysteme in Zusammenhang mit dem Corona-Virus berichtet. Wir sind keine Wissenschaftler und können deshalb nur Hinweise geben auf Studien und Artikel, die zu dem Thema erscheinen.

In diesem Artikel des RND: Corona-Ansteckung in Innenräumen sind verschiedene Studienergebnisse zusammengestellt. Das Fazit der Autoren: Hepa-Filter sind gegen Corona-Viren wirksam, bieten aber keinen 100-prozentigen Schutz. Und: Abstand halten ist weiter unumgänglich.

bvvp-Mitglieder können im internen Homepage-Bereich Dienstleistungen Informationen erhalten, wie Sie ein Luftreinigungsgerät erwerben können, für das Sie einen bvvp-Rabatt erhalten. Der bvvp kann als Berufsverband keine Produktempfehlungen aussprechen. Wir bitten Sie also, sich selbst mit den Angaben des Herstellers zu befassen und diese zu prüfen. Weitere Indormationen finden Sie auch in unserem Info Kompakt zum Thema Hygiene, das wir für Mitglieder im internen Bereich „Mein bvvp“ hinterlegt haben.

Gibt es Anleitungen zum richtigen Lüften der Praxisräume?

Regelmäßiges Lüften kann das Risiko einer Infektion mit SARS-CoV-2 deutlich reduzieren. Die Kommission Innenraumlufthygiene (IRK) am Umweltbundesamt hat eine aktuelle Stellungnahme zum richtigen Lüften herausgegeben.

Auch wenn sich die Hinweise nicht explizit auf Therapieräume beziehen, lässt sich einiges für die Praxis daraus ableiten: Stellungnahme der Kommission Innenraumlufthygiene am Umweltbundesamt.

Die Pressemitteilung lesen Sie hier: Umweltbundesamt Pressemitteilung: richtiges Lüften reduziert Risiko der Sars-Cov-2-Übertragung

Wissenschaftler*innen des Hermann-Rietschel-Instituts der TU Berlin haben am 20.08.2020 FAQ erstellt zu den wichtigsten Fragen rund um die Lüftung von Innenräumen: FAQ zu Aersolen in Bezug auf Sars-cov-2.

Mitglieder finden alle relevanten Informationen zum Thema Hygiene in der psychotherapeutischen Praxis in einem ausführichen Info Kompakt auf den internen Seiten unserer Homepage unter „Mein bvvp“.

 

 

Gibt es gutes Praxis-Material für meine Patient*innen zu Hygiene, Maskenschutz und so weiter?
Was muss ich beachten, wenn ich eine Maske trage?

Zunächst mal, derzeit müssen alle Bürger in Deutschland in geschlossenen Räumen, die öffentlich zugänglich sind, einen Nasen-Mund-Schutz tragen. Im Öffentlichen Personennahverkehr und in Geschäften besteht die Verpflichtung, eine medizinische Maske zu tragen. In Landkreisen mit einer 7-Tage-Inzidenz von über 100 sollen Mitfahrer auch im privaten PKW medizinische Masken tragen, soweit sie nicht dem eigenen Hausstand angehören. Die unterschiedliche Regelungen, welche Form von Maske in den einzelnen Bundesländern getragen werden muss, können Sie auf der Internetseite der Bundesregierung einsehen.

Wie man die Masken richtig verwendet, darüber gibt das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) Auskunft.

Wie man die Schutzmasken richtig trägt und auch reinigt, das hat unter anderem der NDR zusammengefasst.

Die Maske gilt, laut Robert-Koch-Institut, nur als zusätzlicher Schutz, ist also auf keinen Fall ein Ersatz dafür, dass man den sicheren Abstand von mindestens 1,5 Meter und die weiteren Hygieneregeln einhält.

Müssen Psychotherapeut*innen Masken tragen?

Deutschlandweit gilt in geschlossenen Räumen, die öffentlich zugänglich sind, die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Im Öffentlichen Personennahverkehr und in Geschäften besteht die Verpflichtung, eine medizinische Maske zu tragen. In Landkreisen mit einer 7-Tage-Inzidenz von über 100 sollen Mitfahrer auch im privaten PKW medizinische Masken tragen, soweit sie nicht dem eigenen Hausstand angehören.

Bundesweit einheitliche Regelungen für Psychotherapeut*innen gibt es nicht, denn die Ausführungsbestimmungen liegen in der Regelungskompetenz der Bundesländer. Es besteht generell Mundschutzpflicht für alle in der Praxis anwesenden Personen; die Mund-Nase-Bedeckung ist vor Betreten der Praxis aufzusetzen.

Die unterschiedliche Regelungen in den einzelnen Bundesländern können Sie auf der Internetseite der Bundesregierung einsehen.

Sicher ist: Eine Maske ersetzt NICHT den Mindestabstand, sodass Gruppen weiterhin nicht durchgeführt werden können, wenn dieser nicht gewährleistet werden kann. Regelmäßiges Lüften bleibt ohnehin weiterhin unabdingbar ist.

Generell gilt: Bei der Frage nach dem Umgang mit der Mund-Nase-Maske sollten Sie die  offiziellen Informationen der Länder und Kommunen ebenso berücksichtigen wie die Empfehlungen und Hinweise der Psychotherapeutenkammern und Kassenärztlichen Vereinigungen in Ihrer Region und sich mit Ihren Patient*innen über Ihr jeweiliges Schutzbedürfnis verständigen.

Welche besonderen Hygienemaßnahmen sind neben der Händedesinfektion bei der Behandlung von Kindern zu beachten und wie kann ich sie einhalten?

Das Therapie-Spielzeug sollte nach jeder Behandlung gründlich gereinigt und desinfiziert werden. Alternativ können die Kinder eingeladen werden, ihr eigenes Spielzeug mitzubringen. Das Sandspiel sollte auf Grund der begrenzten Reinigungsmöglichkeiten aktuell ausgesetzt werden. Die empfohlene Abstandsregelung von mindestens 1,5 Meter sollte so weit wie möglich eingehalten werden. All diese Maßnahmen müssen mit den Kindern altersgerecht in der Therapie besprochen werden. Weitere Hinweise und Tipps finden Sie auf den FAQ-Seiten des bvvp (Link: https://bvvp.de/corona-virus/ )

Bundesvorstandsmitglied Ariadne Sartorius hat ein hilfreiches Dokument dazu erstellt: Empfehlungen zur Ansteckungsvermeidung in KJP-Praxen.

Gibt es Merkblätter zur Hygiene, die ich in der Praxis auslegen kann?

Anleitungen für das richtige Händewaschen – abgestimmt auf verschiedene Altersgruppen und in verschiedenen Sprachen verfügbar – finden Sie zum Herunterladen auf den Seiten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Die Bundeszentrale bietet außerdem hier Aufkleber, Plakate und Broschüren zur Hygiene allgemein, die besonders für KJP-Praxen geeignet sind.

Für  die spezielle Situation in Kinder- und Jugendlichentherapiepraxen hat unser Vorstandsmittglied Frau Sartorius hilfreiche Vorsorgetipps aus Ihrem Praxisalltag zusammengestellt: Empfehlungen zur Ansteckungsvermeidung in KJP-Praxen.

Der bvvp hat im internen Mitgliederbereich für Sie zudem das bvvp Info kompakt zu Hygiene hinterlegt.

Ich kann in meiner Praxis Abstand halten: Dürfen Patient*innen also zu mir kommen, wenn sie es möchten?

Ja, es ist nicht verboten, psychotherapeutische Behandlungen in der Praxis durchzuführen. Es gilt grundsätzlich: Die Entscheidung liegt bei Ihnen als approbierte Behandlerin oder approbierter Behandler.

Praxen für Psychotherapie sind den Praxen der niedergelassenen Ärzteschaft gleichgestellt. Ihre Patient*innen können also wie Patient*innen von niedergelassenen Ärzten Ihre Praxis aufsuchen und sich gemäß den Hygienevorschriften und dem Abstandsgebot dort aufhalten. Sie brauchen keine Überweisung, kein ärztliches Attest und auch keine Notwendigkeitsbescheinigung.

 

Welche Hygienemaßnahmen in der Praxis werden empfohlen?

Wie können Sie Ansteckungen in der Psychotherapeutischen Praxis vorbeugen?

Hier finden Sie einen empfehlenswerten Hygieneleitfaden der KV und KBV.

Ein Merkblatt zum Infektionsschutz können Sie sich unter folgendem Link herunterladen: Merkblatt Infektionsschutz Coronavirus, ggf. auch zur Auslage in Ihrer Praxis.

Für  die spezielle Situation in Kinder- und Jugendlichentherapiepraxen hat unser Vorstandsmittglied Frau Sartorius hilfreiche Vorsorgetipps aus Ihrem Praxisalltag zusammengestellt: Empfehlungen zur Ansteckungsvermeidung in KJP Praxen.

Der bvvp hat im internen Mitgliederbereich für Sie zudem das bvvp Info kompakt zu Hygiene hinterlegt.

Gibt es konkrete Hinweise zu Hygiene- und Schutzmaßnahmen für psychotherapeutische Praxen?

Die gibt es: Links dazu finden Sie unten.

Generell gilt weiterhin: Soweit es die äußeren Umstände erlauben, müssen wir Psychotherapeut*innen physisch für Patientinnen und Patienten erreichbar bleiben. Insbesondere in Akutfällen und gerade in Zeiten, die die psychische Belastbarkeit zunehmend herausfordern, ist eine therapeutische Konstante auch vor Ort besonders wichtig, betont die KBV. Die Durchführung von Gruppentherapien ist weiterhin zulässig, da es sich hierbei um medizinisch notwendige Maßnahmen handelt. Ob eine Durchführung weiterhin zumutbar ist, müssen wir Therapeut*innen selbst abwägen. Das heißt natürlich: kritisch prüfen, ob es unter Beachtung des Infektionsschutzes möglich ist. Um Infektionsrisiken in den Praxen zu reduzieren (z. B. durch Hygiene-Regeln), sind entsprechende Vorkehrungen zu treffen. Hilfreiche Informationen sind auf den Informationsseiten der KBV, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und des Robert Koch-Institutes (RKI) zu finden:

Allgemeine Informationen zu Hygiene-Regeln des BZgA

Informationsseite der KBV zum Coronavirus

Informationsseite der KBV zur Videosprechstunde

Hygienemaßnahmen für nicht-medizinische Einsatzkräfte (Info-Grafik des RKI):

› Häufige Fragen beantwortet das RKI

Der bvvp hat im internen Mitgliederbereich für Sie zudem das bvvp Info kompakt zu Hygiene hinterlegt.