FAQ zum Virus selbst

Können wir Psychotherapeut*innen noch prioritär gegen Covid-19 geimpft werden?
Alle Psychotherapeut*innen wurden in die Impfpriorisierungsgruppe II eingstuft, die Psychotherapeut*innen wurden den Fachärzt*innen gleichgestellt. Daher sollte nun allen ein Impfangebot gemacht worden sein. Die Priorisierung wurde allerdings am 7. Juni 2021 aufgehoben.    
Was ist bei COVID-Verdachtsfällen oder bestätigten COVID-Fällen in der Praxis zu tun?

Im Falle eines Verdachts oder einer bestätigten Infektion können PP und KJP zur Meldung und damit zur Durchbrechung der Schweigepflicht verpflichtet sein.
Es sind insoweit die Meldepflichten des Infektionsschutzgesetzes zu beachten (https://www.gesetze-im-internet.de/ifsg)

Wir als PP und KJP sind nur zur Meldung verpflichtet sind, wenn
1. ein begründeter Verdacht nach den Kriterien des Robert Koch-Instituts besteht und
2. noch kein Arzt hinzugezogen wurde.
Es besteht aufgrund dieser Bestimmungen keine Pflicht für PP und KJP die Patientinnen und Patienten aktiv auf den Verdacht einer Covid-19-Erkrankung hin zu befragen oder gar zu untersuchen.

Sollte eine Patientin oder ein Patient Ihnen von Symptomen, die durch das neuartige Coronavirus ausgelöst werden, berichten oder Ihnen mitteilen, dass Kontakt mit einem bestätigten Fall einer SARS-CoV-2-Infektion bestand bzw. kürzlich ein Aufenthalt in einem Risikogebiet stattgefunden hat, sollten Sie im ersten Schritt klären, ob bereits ein Arzt / eine Ärztin hinzugezogen wurde. Ist dies bereits erfolgt, besteht für Sie kein weiterer Handlungsbedarf. Sollte eine ärztliche Abklärung nicht erfolgt sein oder diese von dem Patienten/ der Patientin abgelehnt werden, besteht eine Meldepflicht an das zuständige Gesundheitsamt. Eine solche Meldung an das zuständige Gesundheitsamt muss gemäß Gesetz/Verordnung erfolgen und stellt keine Verletzung der Schweigepflicht dar. Sie sollten allerdings den Patienten / die Patientin hierüber unterrichten.

Für Sie selbst gilt: Bitte warten Sie die Entscheidung des Gesundheitsamtes ab, ob Ihre Praxis nach Kontakt mit infizierten Patienten geschlossen werden muss und Sie sich in häusliche Quarantäne begeben müssen oder nicht.

Wie wirksam sind Luftreinigungssysteme gegen Corona-Viren?

Aktuell wird viel über das richtige Lüften und die Wirksamkeit verschiedener Lüftungssysteme in Zusammenhang mit dem Corona-Virus berichtet. Wir sind keine Wissenschaftler und können deshalb nur Hinweise geben auf Studien und Artikel, die zu dem Thema erscheinen.

In diesem Artikel des RND: Corona-Ansteckung in Innenräumen sind verschiedene Studienergebnisse zusammengestellt. Das Fazit der Autoren: Hepa-Filter sind gegen Corona-Viren wirksam, bieten aber keinen 100-prozentigen Schutz. Und: Abstand halten ist weiter unumgänglich.

bvvp-Mitglieder können im internen Homepage-Bereich Dienstleistungen Informationen erhalten, wie Sie ein Luftreinigungsgerät erwerben können, für das Sie einen bvvp-Rabatt erhalten. Der bvvp kann als Berufsverband keine Produktempfehlungen aussprechen. Wir bitten Sie also, sich selbst mit den Angaben des Herstellers zu befassen und diese zu prüfen. Weitere Indormationen finden Sie auch in unserem Info Kompakt zum Thema Hygiene, das wir für Mitglieder im internen Bereich „Mein bvvp“ hinterlegt haben.

Stimmt es, dass sich auch die Trägerorganisationen des Deutschen Psychologie-Preises in einem Papier zur Bewältigung der Covid-19 Krise aus psychologischer Sicht geäußert haben?

Ja, die vier Trägerorganisationen des Deutschen Psychologie Preises – der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP), die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK), die Deutsche Gesellschaft für Psychologie (DGPs) und das Leibniz-Zentrum für Psychologische Information und Dokumentation (ZPID) – haben sich in einem gemeinsamen Konzeptpapier zu den psychologischen Herausforderungen, Zielen und Maßnahmen im Umgang mit der Pandemie geäußert. Zu den Kernthemen Stimmungswandel, Schutzverhalten, psychische Folgen, gesellschaftlicher Zusammenhalt und der Notwendigkeit einer repräsentativen Datengrundlage benennen sie zentrale Herausforderungen und empfehlen konkrete Maßnahmen.

Herausforderungen, Ziele und Maßnahmen im Umgang mit der Pandemie aus psychologischer Sicht

 

 

Welche Hygienemaßnahmen in der Praxis werden empfohlen?

Wie können Sie Ansteckungen in der Psychotherapeutischen Praxis vorbeugen?

Hier finden Sie einen empfehlenswerten Hygieneleitfaden der KV und KBV.

Ein Merkblatt zum Infektionsschutz können Sie sich unter folgendem Link herunterladen: Merkblatt Infektionsschutz Coronavirus, ggf. auch zur Auslage in Ihrer Praxis.

Für  die spezielle Situation in Kinder- und Jugendlichentherapiepraxen hat unser Vorstandsmittglied Frau Sartorius hilfreiche Vorsorgetipps aus Ihrem Praxisalltag zusammengestellt: Empfehlungen zur Ansteckungsvermeidung in KJP Praxen.

Der bvvp hat im internen Mitgliederbereich für Sie zudem das bvvp Info kompakt zu Hygiene hinterlegt.

Welche Hotlines zum Coronavirus gibt es?
  • Wenden Sie sich telefonisch zuerst an Ihren Hausarzt, wenn Sie die Sorge haben, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben.
    oder wählen Sie die 116117 – die Nummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes.

    Außerdem informieren folgende Hotlines:

  • Unabhängige Patientenberatung Deutschland – 0800 011 77 22
  • Bundesministerium für Gesundheit (Bürgertelefon) – 030 346 465 100
  • Allgemeine Erstinformation und Kontaktvermittlung – Behördennummer 115 (www.115.de)
  • Beratungsservice für Gehörlose und Hörgeschädigte – Fax: 030 / 340 60 66 – 07 / info.deaf@bmg.bund.de / info.gehoerlos@bmg.bund.de
  • Gebärdentelefon (Videotelefonie) – https://www.gebaerdentelefon.de/bmg/