FAQ zur Gruppentherapie

Ist die antragsfreie Umwandlung von Gruppentherapiesitzungen in Einzelsitzungen im Zuge der Corona–Sonderregelungen auch in der Beihilfe möglich?
Leider nein. Es wird ein Bericht an den Gutachter fällig mit Behandlungsplan über die notwendige Anzahl der Einzelsitzungen.
Wurden die Corona-Sonderregelungen auch für das 3. Quartal 2021 verlängert?

Ja, die Corona-Sonderreglungen wurden erneut und zunächst bis 30.09.2021 verlängert.

Dies gilt für:

  • die Sprechstunden und Probatorik per Video,
  • die Aufhebung der 20%-Grenzen und
  • die Umwandlung von Gruppentherapie in Einzeltherapie.

Es ist möglich, Patient*innen, die über keine Möglichkeit verfügen, persönlich in die Praxis zu kommen oder die Videosprechstunden zu nutzen, über Telefon zu behandeln. Dafür wird die Telefonziffer 01433 genutzt. Alle Infos zur Abrechnung finden Sie auch in einer Mitglieder-Information im internen Bereich unserer Homepage „Mein bvvp“.

Außerdem hat der Bundestag beschlossen, die Akutbehandlung via Video zu ermöglichen. Veröffentlicht wird das Gesetz im Bundesanzeiger vermutlich Ende Mai, dann tritt es in Kraft. Der Bewertungsausschuss muss dann noch bis zum 30. September 2021 die Voraussetzungen festlegen. Dazu hier die Pressemitteiluung der BPtK.

Weitere Informationen finden Sie in unserer Mitgliederinformation zum Thema Verlängerung der Corona-Sonderregelungen bis Ende des 3. Quartals 2021 im internen Bereich.

Bei der Behandlung von PKV-Versicherten gilt:

  1. Es kann weiterhin der Hygienezuschlag A245 zum einfachen Satz (6,41 Euro) für jede face-to-face Sitzung / jedes persönliche Gespräch in der Praxis abgerechnet werden.
  2. Alle Leistungen, auch Eingangsdiagnostik, Indikationsstellung und Aufklärung, können per Video erbracht werden.

Doch Achtung: Für längere telefonische Beratungen wird die mehrfache Berechnung der Nr. 3 GOÄ nach Ablauf des 2. Quartals nicht mehr möglich sein! Aufgrund der gesunkenen Infektionszahlen hätten die Beteiligten keine Notwendigkeit einer weiteren Verlängerung der Abrechnungsempfehlung mehr gesehen, teilte uns nun auf unsere ausdrückliche Nachfrage hin die Bundesärztekammer mit. Es bestehe allerdings nach wie vor die Möglichkeit, (auch längere) Beratungsleistungen per Telefon regulär über die Nr. 3 bzw. 1 GOÄ (ggf. mit einem erhöhten Gebührensatz) abzurechnen.

Hier erhalten Sie weitere Informationen:

Link zur Bundesärztekammer: https://www.bundesaerztekammer.de/corona-pandemie/abrechnungsempfehlungen-im-rahmen-der-corona-pandemie/

Wie wird mit der Gruppentherapie in den einzelnen Landes-KVen umgegangen?

Es bleibt erlaubt, Gruppenpsychotherapien in der Praxis – unter Einhaltung aller Vorschriften des Infektionsschutzes – durchzuführen, da es sich hierbei um medizinisch notwendige Maßnahmen handelt. Bei hohen Inzidenzzahlen gelten allerdings besondere Einschränkungen, die sich in den jeweiligen Bundesländern unterscheiden können. Daher empfehlen wir Ihnen, sich zusätzlich auf der Internetseite Ihrer KV zu informieren. Eine Übersicht über alle KVen und eine Linkliste finden Sie auf der Seite der KBV.

Auch bei den Verlängerungen der Corona-Sonderregelungen bis zum 30.09. 2021 gilt, dass Gruppensitzungen formlos in Einzelsitzungen umgewandelt werden können.

Gibt es Empfehlungen für KBV-zertifizierte Programme für Videobehandlungen?

Gruppenpsychotherapien fallen nicht unter das behördliche Versammlungsverbot. Hier ist eine individuelle Absprache unter den Teilnehmer*innen möglich, die Sitzung durchzuführen, wenn keine Risikopatient*innen, Patient*innen mit Krankheitssymptomen oder Rückkehrer aus Risikogebieten dabei sind. Eine Einigung auf Durchführung der Gruppentherapiesitzung sollte wegen möglicher Haftungsfragen vorsorglich dokumentiert werden.

Die BPtK hat uns auf unsere Frage hin, ob Gruppenpsychotherapien weiterhin durchgeführt werden dürfen, geantwortet: Derzeit bestünden „keine allgemeinen Empfehlungen von Gesundheitsbehörden bzw. vom Robert-Koch-Institut, Zusammenkünfte mit der üblichen Teilnehmerzahl einer Gruppentherapie abzusagen. Die Frage der Teilnahme liegt daher in der Eigenverantwortung und Einzelentscheidung aller beteiligten Personen. Im Vorfeld einer Gruppentherapiesitzung sollte ausgeschlossen werden, dass sich unter den Teilnehmern/Teilnehmerinnen Personen befinden, die im Hinblick auf das Infektionsgeschehen Kontakte meiden sollten. Das heißt zum Beispiel, dass Gruppen dann gegebenenfalls mit reduzierten Teilnehmerzahlen stattfinden müssen, wenn sich einzelne Teilnehmer oder Teilnehmerinnen in Quarantäne befinden. Wichtig ist, während der Gruppe darauf zu achten, einen ausreichenden Abstand zwischen den Teilnehmerinnen zu ermöglichen und natürlich verstärkt auf Hygieneregeln zu achten.“

Für Gruppenpsychotherapien sind derzeit keine Videobehandlungen möglich, hier wurde auch seitens des bvvp an die KBV herangetragen, dass es Ausnahmeregelungen für einen begrenzten Zeitraum geben müsse. Damit konnten wir uns leider nicht durchsetzen.

Unsere Forderung, dass Gruppensitzungen ohne großen bürokratischen Aufwand in Einzelsitzungen umgewandelt werden können, wurde umgesetzt und die Genehmigung inzwischen noch einmal verlängert. Sie gilt nun bis zum 30. September 2021. Außerdem gibt es wie bisher bei reiner Gruppenpsychotherapie zusätzliche Einzelsitzungen im Verhältnis 1 zu 10 ohne Antrags- oder Anzeigeverfahren.

Welche Anbieter empfehlen Sie für eine Videosprechstunde in der Gruppentherapie?

Videobehandlung ist für Gruppentherapie nicht zulässig!

Grundsätzlich gilt, dass für alle Videobehandlungen nur von der KBV zertifizierte Anbieter zugelassen sind.

Bis 5 Teilnehmer gibt es:

CGM ElVi ClickDoc

Doccura

Bis 25 Teilnehmer gibt es:

Gemedo

Aber wir sprechen ausdrücklich keine Empfehlung aus.

Kann ich Gruppensitzungen auch im dritten Quartal 2021 in Einzelsitzungen umwandeln?

Ja, die KBV hat dies mit den Kassen vereinbart, die Regelung galt zunächst bis zum 30.12.2020. und wurde erneut verlängert bis zum 30.09.2021.

Weitere Informationen zur Gruppentherapie finden Sie auch auf unserer Homepage-Seite für Gruppentherapie.

Folgende Regelungen werden verlängert:

  • die 20-Prozent-Obergrenzen für Videobehandlungen bleiben ausgesetzt.
  • Psychotherapeutische Sprechstunden sind weiterhin per Video möglich. Probatorische Sitzungen sowie probatorische Sitzungen in der Neuropsychologie per Video sind weiterhin möglich.
  • Gruppentherapie kann weiterhin unbürokratisch in Einzeltherapie umgewandelt werden.

Auch sind die Kontaktbeschränkungen weiterhin gelockert, sodass auch die Gruppenpsychotherapie wieder als Präsenztreffen möglich ist – unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln.

Weitere Informationen finden Sie in unserer Mitgliederinformation zum Thema Verlängerung der Corona-Sonderregelungen bis Ende des 3. Quartals 2021 im internen Bereich.