FAQ zur Maskenpflicht

Wie soll ich damit umgehen, wenn ein*e Patient*in eine Bescheinigung (kein Attest) vom Arzt hat, dass keine Maskenpflicht bestünde?
Eine solche Bescheinigung ist zunächst gültig. Selbstverständlich können Sie selbst Maske tragen und den Raum belüften, Abstand halten, um sich zu schützen. Zudem können Sie auch auf die Videobehandlung ausweichen.
Gibt es Anleitungen zum richtigen Lüften der Praxisräume?

Regelmäßiges Lüften kann das Risiko einer Infektion mit SARS-CoV-2 deutlich reduzieren. Die Kommission Innenraumlufthygiene (IRK) am Umweltbundesamt hat eine aktuelle Stellungnahme zum richtigen Lüften herausgegeben.

Auch wenn sich die Hinweise nicht explizit auf Therapieräume beziehen, lässt sich einiges für die Praxis daraus ableiten: Stellungnahme der Kommission Innenraumlufthygiene am Umweltbundesamt.

Die Pressemitteilung lesen Sie hier: Umweltbundesamt Pressemitteilung: richtiges Lüften reduziert Risiko der Sars-Cov-2-Übertragung

Wissenschaftler*innen des Hermann-Rietschel-Instituts der TU Berlin haben am 20.08.2020 FAQ erstellt zu den wichtigsten Fragen rund um die Lüftung von Innenräumen: FAQ zu Aersolen in Bezug auf Sars-cov-2.

Mitglieder finden alle relevanten Informationen zum Thema Hygiene in der psychotherapeutischen Praxis in einem ausführichen Info Kompakt auf den internen Seiten unserer Homepage unter „Mein bvvp“.

 

 

Welche Regelungen zur Maskenpflicht gibt es in den einzelnen Bundesländern?

Deutschlandweit gilt in geschlossenen Räumen, die öffentlich zugänglich sind, die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Im Öffentlichen Personennahverkehr und in Geschäften besteht die Verpflichtung, eine medizinische Maske zu tragen. In Landkreisen mit einer 7-Tage-Inzidenz von über 100 sollen Mitfahrer auch im privaten PKW medizinische Masken tragen, soweit sie nicht dem eigenen Hausstand angehören.

Bundesweit einheitliche Regelungen für Psychotherapeut*innen gibt es nicht, denn die Ausführungsbestimmungen liegen in der Regelungskompetenz der Bundesländer. Es besteht generell Mundschutzpflicht für alle in der Praxis anwesenden Personen; die Mund-Nase-Bedeckung ist vor Betreten der Praxis aufzusetzen.

Die unterschiedliche Regelungen in den einzelnen Bundesländern können Sie auf der Internetseite der Bundesregierung einsehen.

Was muss ich beachten, wenn ich eine Maske trage?

Zunächst mal, derzeit müssen alle Bürger in Deutschland in geschlossenen Räumen, die öffentlich zugänglich sind, einen Nasen-Mund-Schutz tragen. Im Öffentlichen Personennahverkehr und in Geschäften besteht die Verpflichtung, eine medizinische Maske zu tragen. In Landkreisen mit einer 7-Tage-Inzidenz von über 100 sollen Mitfahrer auch im privaten PKW medizinische Masken tragen, soweit sie nicht dem eigenen Hausstand angehören. Die unterschiedliche Regelungen, welche Form von Maske in den einzelnen Bundesländern getragen werden muss, können Sie auf der Internetseite der Bundesregierung einsehen.

Wie man die Masken richtig verwendet, darüber gibt das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) Auskunft.

Wie man die Schutzmasken richtig trägt und auch reinigt, das hat unter anderem der NDR zusammengefasst.

Die Maske gilt, laut Robert-Koch-Institut, nur als zusätzlicher Schutz, ist also auf keinen Fall ein Ersatz dafür, dass man den sicheren Abstand von mindestens 1,5 Meter und die weiteren Hygieneregeln einhält.

Müssen Psychotherapeut*innen Masken tragen?

Deutschlandweit gilt in geschlossenen Räumen, die öffentlich zugänglich sind, die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Im Öffentlichen Personennahverkehr und in Geschäften besteht die Verpflichtung, eine medizinische Maske zu tragen. In Landkreisen mit einer 7-Tage-Inzidenz von über 100 sollen Mitfahrer auch im privaten PKW medizinische Masken tragen, soweit sie nicht dem eigenen Hausstand angehören.

Bundesweit einheitliche Regelungen für Psychotherapeut*innen gibt es nicht, denn die Ausführungsbestimmungen liegen in der Regelungskompetenz der Bundesländer. Es besteht generell Mundschutzpflicht für alle in der Praxis anwesenden Personen; die Mund-Nase-Bedeckung ist vor Betreten der Praxis aufzusetzen.

Die unterschiedliche Regelungen in den einzelnen Bundesländern können Sie auf der Internetseite der Bundesregierung einsehen.

Sicher ist: Eine Maske ersetzt NICHT den Mindestabstand, sodass Gruppen weiterhin nicht durchgeführt werden können, wenn dieser nicht gewährleistet werden kann. Regelmäßiges Lüften bleibt ohnehin weiterhin unabdingbar ist.

Generell gilt: Bei der Frage nach dem Umgang mit der Mund-Nase-Maske sollten Sie die  offiziellen Informationen der Länder und Kommunen ebenso berücksichtigen wie die Empfehlungen und Hinweise der Psychotherapeutenkammern und Kassenärztlichen Vereinigungen in Ihrer Region und sich mit Ihren Patient*innen über Ihr jeweiliges Schutzbedürfnis verständigen.

Ist es richtig, dass seit 27.04. in NRW eine Maskenpflicht für Psychotherapeuten und ihre PatientInnen während der Therapie besteht?

Nein! Zwar steht im Gesetz, dass es seit dem 27. April 2020 in Arztpraxen in Nordrhein-Westfalen – und somit auch in Psychotherapeutischen Praxen, die diesen gleichgestellt sind, Pflicht ist, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

Wie diese Verpflichtung ausgelegt werden muss für ein Behandlungszimmer, in dem der Mindestabstand sicher gewahrt werden kann, war lange unklar. Der bvvp hat sich ebenso wie die dortige Psychotherapeutenkammer um Klärung bemüht. Am 6. Mai 2020 hat sich nun Dr. Dirk Kassen von der Stabsstelle Corona des dortigen Gesundheitsministeriums dazu eindeutig geäußert: „Es gibt keine Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung während der Therapiesitzungen im Behandlungsraum.“

Es bleibt also weiterhin der Mindestabstand das entscheidende Kriterium. Sollten Sie diesen nicht gewährleisten können, ist die Mund-Nase-Bedeckung verpflichtend.
Auf der Grundlage dieser Regelung muss letztendlich jede/r Praxisinhaber/in entscheiden, welche Maßnahmen er/sie ergreift. Alle die, die die Bedeckung von Mund und Nase für erforderlich halten, möchten wir darauf aufmerksam machen, dass es neben der Mund-Nase-Bedeckung auch Schutzvisiere im Handel gibt, die es uns ermöglichen, die Mimik unserer PatientInnen wahrzunehmen.

Prof. Alexander Kekulé hat in seinem Podcast erläutert, dass auch ein Gesichtsvisier aus transparentem Kunststoff für den Mund-Nasen-Schutz in Psychotherapiesitzungen geeignet ist, nachzulesen hier.

Auch eine Trennscheibe aus Plexiglas, ein sogenannter Spuckschutz, kann einen gewissen – nur beschränkten! – Schutz bieten.

Allerdings bleibt das Problem der feinen Ärosolen in der Luft bestehen, sodass regelmäßiges Lüften weiterhin unabdingbar ist – ebenso natürlich wie die Einhaltung der Abstandsregelung und der Hygienemaßnahmen.

Und wir dürfen nicht verschweigen, dass vor der Nutzung von Gesichtsvisieren als Ersatz für den textilen Mund-Nasen Schutz von anderer Stelle gewarnt wird. So die Stadt Köln:
„Visiere sind kein Ersatz für die in § 12a CoronaSchVO geforderte Mund-Nase-Bedeckung. Ein Visier ist eine für bestimmte Fälle notwendige Ergänzung der persönlichen Schutzausrüstung im medizinischen Bereich. Es wird zusammen mit einem qualifizierten Mund-Nasen-Schutz getragen. Ein Visier ohne Mund-Nasen-Schutz schützt seinen Träger in Bezug auf COVID-19 nur vor direkt anfliegenden Partikeln, nicht jedoch vor der gesamten Partikelwolke ( z.B. Husten), weil es an drei Seiten offen ist.“

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) bestätigt diese Aussage: „Die Verwendung von Visieren kann (…) nach unserem Dafürhalten nicht als gleichwertige Alternative zur MNB angesehen werden.

Hier ein paar Hinweise zum Bezug von Visieren, die wir von Mitgliedern erhalten haben. Dies sind ausdrücklich keine Empfehlungen. Matthias Kuhn Kunststofftechnik & Design GmbH, art-decor oder auch Selbstbauanleitungen als Video vom Städtischen Klinikum Görlitz, für Plexiglasscheiben Firma Lobotec in Witten oder bei Otto-Office. Für die verlinkten Seiten übernehmen wir keine Gewähr.

Generell gilt: Bei der Entscheidung, ob Sie und Ihr/e Patien/in die Mund-Nase-Maske tragen, sollten Sie die  offiziellen Informationen der Länder und Kommunen ebenso berücksichtigen wie die Empfehlungen und Hinweise der Psychotherapeutenkammern und Kassenärztlichen Vereinigungen in Ihrer Region und sich mit Ihren PatientInnen über Ihr jeweiliges Schutzbedürfnis verständigen.

(Stand: 7.10.2020)