FAQ zur Videosprechstunde

Gibt es Sonderregelungen für die Videobehandlung?
Die Corona-Sonderregeln sind zum zweiten Quartal 2022 ausgelaufen. Das bedeutet:
  1. Behandlungen per Video unterliegen wieder einer doppelten Begrenzung.
  2. Maximal 30 Prozent aller Fälle in einer Praxis dürfen ausschließlich per Video behandelt werden
  3. Maximal 30 Prozent einer Abrechnungsziffer über alle Patient*innen betrachtet dürfen per Video erbracht werden. Diese Obergrenze gilt also je Gebührenordnungsposition (GOP) und Quartal.
  4. Psychotherapeutische Sprechstunden und probatorische Sitzungen dürfen nicht mehr per Video erbracht werden.
Ab dem 1. Juli 2022 gilt die Obergrenze von 30 Prozent für alle per Video möglichen Leistungen der Richtlinien-Psychotherapie. Sie bezieht sich somit auf die Gesamtpunktzahl der im Quartal von einer Psychotherapeutin oder einem Psychotherapeuten abgerechneten Gebührenordnungspositionen des Kapitels 35, die grundsätzlich als Videobehandlung durchgeführt werden dürfen. Nicht per Video durchgeführt werden dürfen Psychotherapeutische Sprechstunden (GOP 351519, probatorische Sitzungen (GOP 35150) und die Hypnose. Dies verbietet die Psychotherapievereinbarung, die damit der Musterberufsordnung der PP und KJP folgt, dass Eingangsdiagnostik und Aufklärung im persönlichen Kontakt zu erfolgen haben. Ausgenommen von der neuen Regelung zur Obergrenze ist die Akutbehandlung (GOP 35152). Diese Einzelleistung darf über alle Patient*innen im Quartal betrachtet weiterhin nur zu 30 Prozent per Video stattfinden. Weitere Informationen dazu finden Sie bei der KBV.

(Stand: 13.06.2022)

Sind psychotherapeutische Videositzungen auch mit Kindern und Jugendlichen möglich?

Ja, auch mit Kindern und Jugendlichen können psychotherapeutische Einzelsitzungen per Video durchgeführt werden. Auch Bezugspersonen können einbezogen werden. Allerdings muss vor der Behandlung von Minderjährigen unter 16 Jahren eine Einwilligungserklärung der sorgeberechtigten Person(en) vorliegen. Bei Jugendlichen ab 16 Jahren genügt deren Einwilligung, wenn die Einsichtsfähigkeit gegeben ist. Die Nutzungsbedingungen einiger durch die Kassenärztliche Bundesvereinigung zertifizierter Videodienstanbieter enthalten allerdings eine Klausel, dass das Angebot nur von volljährigen Personen genutzt werden kann. Wie bei jeder Videositzung muss sichergestellt werden, dass die Vertraulichkeit gewährleistet werden kann und mögliche Störfaktoren ausgeschlossen werden können, wie, dass Geschwister oder Eltern mithören können.

Die Abrechnung von Videosprechstunden ist ab 1. April 2022 nur noch im normalen Umfang möglich. Weitere Informationen dazu, finden Sie bei der KBV.

(Stand: 13.05.2022)

Wurden die Corona-Sonderregelungen, die für Privatpatient*innen gelten, verlängert?

Die telemedizinische Behandlung von Privatpatient*innen ist nun dauerhaft abrechnungsfähig. Psychotherapeutische Leistungen können auch über die Pandemie hinaus per Video erbracht werden – das hat der Vorstand der Bundesärztekammer als Abrechnungsempfehlung im Dezember 2021 beschlossen.

Diese Änderung betrifft die Leistungen nach den Nummern 801, 804, 806, 807, 808, 817, 835, 846, 849, 855, 856, 857, 860, 861, 863, 865, 870, 885 und/oder 886 GOÄ, die nun unbefriststet analog berechnungsfähig sind, wenn Sie mittels Videoübertragung erbracht werden. Außerdem wurde die Anzahl der analog berechnungsfähigen Ziffern im Bereich der Videobehandlungen erweitert um die einmalige Fremdanamnese (Nr. 835 GOÄ), die Besprechung mit dem nichtärztlichen Psychotherapeuten über die Fortsetzung der Behandlung (Nr. 865 GOÄ) sowie um Testverfahren (Nrn. 855 – 857 GOÄ).

Selbstverständlich ist vor jeder Leistungserbringung zu prüfen, ob es sinnvoll ist, diese mittels Videoübertragung zu erbringen.

Eine mögliche Analogabrechnungsempfehlung gruppentherapeutischer Leistungen und der Akuttherapie auch in der GOÄ/GOP soll 2022 mit den Berufsverbänden diskutiert werden. Der bvvp hatte sich gegenüber der Bundesärztekammer positiv zu allen angedachten Analogabrechnungen positioniert.

In diesem Zusammenhang soll außerdem auf eine Ergänzung der Abrechnungsempfehlungen der Bundesärztekammer zu telemedizinischen Leistungen vom 14./15.5.2020 verwiesen werden. Darin geht es um die Beschlüsse zur analogen Berechnungsfähigkeit der Nrn. 4 GOÄ (Erhebung der Fremdanamnese über einen Kranken und/oder Unterweisung und Führung der Bezugsperson(en) mittels Videoübertragung – im Zusammenhang mit der Behandlung eines Kranken –) und 15 GOÄ (Einleitung und Koordination flankierender therapeutischer und sozialer Maßnahmen mittels Videoübertragung während der kontinuierlichen ambulanten Betreuung eines chronisch Kranken). Beides hat der Vorstand der Bundesärztekammer in seiner Sitzung vom 10.12.2021 ebenfalls verabschiedet. Auch diese Beschlüsse werden dann zeitnah auf der Homepage der Bundesärztekammer sowie im Deutschen Ärzteblatt veröffentlicht.

 

Muss ich es beantragen oder melden, wenn ich bei Privatpatient*innen die Behandlung per Video durchführe?

Nein, Sie rechnen wie gewohnt ab und dokumentieren das geänderte Setting nur in Ihrer Dokumentation.

Ab dem 1. Juli 2022 gilt die Obergrenze von 30 Prozent für alle per Video möglichen Leistungen der Richtlinien-Psychotherapie. Sie bezieht sich somit auf die Gesamtpunktzahl der im Quartal von einer Psychotherapeutin oder einem Psychotherapeuten abgerechneten Gebührenordnungspositionen des Kapitels 35, die grundsätzlich als Videobehandlung durchgeführt werden dürfen.

Nicht per Video durchgeführt werden dürfen Psychotherapeutische Sprechstunden (GOP 351519, probatorische Sitzungen (GOP 35150) und die Hypnose. Dies verbietet die Psychotherapievereinbarung, die damit der Musterberufsordnung der PP und KJP folgt, dass Eingangsdiagnostik und Aufklärung im persönlichen Kontakt zu erfolgen haben.

Ausgenommen von der neuen Regelung zur Obergrenze ist die Akutbehandlung (GOP 35152). Diese Einzelleistung darf über alle Patient*innen im Quartal betrachtet weiterhin nur zu 30 Prozent per Video stattfinden.

Weitere Informationen dazu finden Sie bei der KBV.

(Stand: 13.06.2022)

Kann die Akutbehandlung per Video abgerechnet werden?

Ja, die psychotherapeutische Akutbehandlung ist künftig auch per Video möglich. Der Bundestag hat die notwendige Flexibilität in akuten Krisen in der 2./3. Lesung des Gesetzes zur digitalen Modernisierung von Versorgung und Pflege (DVPMG) beschlossen. Der bvvp begrüßt die Regelung, die nach der Veröffentlichung im Bundesanzeiger Ende Mai in Kraft getreten ist.

Seit 1. Oktober 2021 sind Akutbehandlung und Gruppenpsychotherapie als Videobehandlung grundsätzlich möglich. Das gilt auch für die gruppenpsychotherapeutische Grundversorgung (EBM 35173 ff). Damit wird ein gesetzlicher Auftrag umgesetzt, demgemäß diese Möglichkeit geprüft und gegebenenfalls umgesetzt werden sollte.

Ab dem 1. Juli 2022 gilt die Obergrenze von 30 Prozent für alle per Video möglichen Leistungen der Richtlinien-Psychotherapie. Sie bezieht sich somit auf die Gesamtpunktzahl der im Quartal von einer Psychotherapeutin oder einem Psychotherapeuten abgerechneten Gebührenordnungspositionen des Kapitels 35, die grundsätzlich als Videobehandlung durchgeführt werden dürfen.

Nicht per Video durchgeführt werden dürfen Psychotherapeutische Sprechstunden (GOP 351519, probatorische Sitzungen (GOP 35150) und die Hypnose. Dies verbietet die Psychotherapievereinbarung, die damit der Musterberufsordnung der PP und KJP folgt, dass Eingangsdiagnostik und Aufklärung im persönlichen Kontakt zu erfolgen haben.

Ausgenommen von der neuen Regelung zur Obergrenze ist die Akutbehandlung (GOP 35152). Diese Einzelleistung darf über alle Patient*innen im Quartal betrachtet weiterhin nur zu 30 Prozent per Video stattfinden.

Weitere Informationen dazu finden Sie bei der KBV.

(Stand: 13.06.2022)

Darf ich Video-Sitzungen auch von meinem privaten Rechner zu Hause durchführen?

Diese Frage wird von den einzelnen Länderkammern in der Berufsordnung geregelt, deshalb müsste man im Einzelfall auch dort nachlesen. Meistens ist die Behandlung von Patient*innen, auch per Video, grundsätzlich nicht von zu Hause aus erlaubt. 

“Grundsätzlich” bedeutet aber immer, dass es Ausnahmen geben kann mit gutem Grund. Und ein solcher guter Grund ist definitiv beispielsweise bei Quarantäne der Psychotherapeut*in und Indikation der Fortführung einer notwendigen psychotherapeutischen Behandlung der Patient*innen gegeben.

Achten Sie gegebenenfalls darauf, dass Sie ungestört und Ihre privaten Räume geschützt sind.

Die Nutzung des privaten Rechners ist erlaubt, da die von der KV zertifizierten Video-Sprechstundendienste nichts auf dem Rechner speichern und die Übertragungen komplett verschlüsselt sind.

Als PiA ist hier jedoch auch zu beachten, dass, wie in der sonstigen ambulanten Behandlung auch, immer ein Ansprechpartner kontaktierbar sein muss. Die Behandlungen der PiA werden ja „unter Aufsicht“ durchgeführt.

Ab dem 1. Juli 2022 gilt die Obergrenze von 30 Prozent für alle per Video möglichen Leistungen der Richtlinien-Psychotherapie. Sie bezieht sich somit auf die Gesamtpunktzahl der im Quartal von einer Psychotherapeutin oder einem Psychotherapeuten abgerechneten Gebührenordnungspositionen des Kapitels 35, die grundsätzlich als Videobehandlung durchgeführt werden dürfen.

Nicht per Video durchgeführt werden dürfen Psychotherapeutische Sprechstunden (GOP 351519, probatorische Sitzungen (GOP 35150) und die Hypnose. Dies verbietet die Psychotherapievereinbarung, die damit der Musterberufsordnung der PP und KJP folgt, dass Eingangsdiagnostik und Aufklärung im persönlichen Kontakt zu erfolgen haben.

Ausgenommen von der neuen Regelung zur Obergrenze ist die Akutbehandlung (GOP 35152). Diese Einzelleistung darf über alle Patient*innen im Quartal betrachtet weiterhin nur zu 30 Prozent per Video stattfinden.

Weitere Informationen dazu finden Sie bei der KBV.

(Stand: 13.06.2022)

Kann ich Videosprechstunden bei der Beihilfe abrechnen?

Ja, Videobehandlungen sind unter eingeschränkten Bedingungen abrechnungsfähig.

Wörtlich schreibt das Bundesverwaltungsamt auf seiner Homepage.

“Psychotherapien per Videosprechstunde werden anerkannt, wenn keine anderen Möglichkeiten bestehen. Die Psychotherapeutin oder der Psychotherapeut muss unter Berücksichtigung der individuellen Krankheits- und Lebensumstände entscheiden, ob eine Videosprechstunde durchgeführt werden kann.”

Die telemedizinische Behandlung von Privatpatient*innen ist nun dauerhaft abrechnungsfähig. Psychotherapeutische Leistungen können auch über die Pandemie hinaus per Video erbracht werden – das hat der Vorstand der Bundesärztekammer als Abrechnungsempfehlung im Dezember 2021 beschlossen. Diese Änderung betrifft die Leistungen nach den Nummern 801, 804, 806, 807, 808, 817, 835, 846, 849, 855, 856, 857, 860, 861, 863, 865, 870, 885 und/oder 886 GOÄ, die nun unbefriststet analog berechnungsfähig sind, wenn Sie mittels Videoübertragung erbracht werden. Außerdem wurde die Anzahl der analog berechnungsfähigen Ziffern im Bereich der Videobehandlungen erweitert um die einmalige Fremdanamnese (Nr. 835 GOÄ), die Besprechung mit dem nichtärztlichen Psychotherapeuten über die Fortsetzung der Behandlung (Nr. 865 GOÄ) sowie um Testverfahren (Nrn. 855 – 857 GOÄ).

Selbstverständlich ist vor jeder Leistungserbringung zu prüfen, ob es sinnvoll ist, diese mittels Videoübertragung zu erbringen.

Eine mögliche Analogabrechnungsempfehlung gruppentherapeutischer Leistungen und der Akuttherapie auch in der GOÄ/GOP soll 2022 mit den Berufsverbänden diskutiert werden. Der bvvp hatte sich gegenüber der Bundesärztekammer positiv zu allen angedachten Analogabrechnungen positioniert. In diesem Zusammenhang soll außerdem auf eine Ergänzung der Abrechnungsempfehlungen der Bundesärztekammer zu telemedizinischen Leistungen vom 14./15.5.2020 verwiesen werden. Darin geht es um die Beschlüsse zur analogen Berechnungsfähigkeit der Nrn. 4 GOÄ (Erhebung der Fremdanamnese über einen Kranken und/oder Unterweisung und Führung der Bezugsperson(en) mittels Videoübertragung – im Zusammenhang mit der Behandlung eines Kranken –) und 15 GOÄ (Einleitung und Koordination flankierender therapeutischer und sozialer Maßnahmen mittels Videoübertragung während der kontinuierlichen ambulanten Betreuung eines chronisch Kranken). Beides hat der Vorstand der Bundesärztekammer in seiner Sitzung vom 10.12.2021 ebenfalls verabschiedet. Auch diese Beschlüsse werden dann zeitnah auf der Homepage der Bundesärztekammer sowie im Deutschen Ärzteblatt veröffentlicht.

Entgegen der ursprünglichen Ankündigung, dass die Hygieneziffer zum Ende des Jahres 2021 auslaufen sollte, wurde sie nun doch ein weiteres Mal verlängert. Allerdings mit einer großen Veränderung, dass eine andere Analogziffer zum Ansatz gebracht werden soll. Die Organisationen schreiben dazu: „Nach Abstimmung mit dem PKV-Verband und den Beihilfekostenträgern zu einer erneuten Verlängerung der Analogabrechnungsempfehlung für die Erfüllung aufwändiger Hygienemaßnahmen im Rahmen der COVID-19-Pandemie haben die Kostenerstatter einer Verlängerung der sogenannten Hygieneziffer nur unter der Maßgabe zugestimmt, dass künftig auf Grundlage der Nr. 383 GOÄ analog zum 2,3-fachen Satz (= 4,02 Euro) abgerechnet wird.“

Weitere Informationen erhalten Sie demnächst auf den Seiten der Bundesärztekammer. Mitglieder finden mehr in unseren Info Kompakt-Mitgliederinfos im internen Bereich „Mein bvvp“.

Ich biete einigen Patient*innen die Videosprechstunde an, aber teilweise muss ich wegen der schlechten Internetverbindung abbrechen. Was soll ich tun?

Bitte greifen Sie zum Telefon, wenn die Technik streikt! Abgerechnet werden kann die Behandlung in diesem Fall trotzdem als Videositzung.

Bitte teilen Sie mir mit, welche Videodienstanbieter Ihnen sinnvoll erscheinen.

Bitte haben Sie Verständnis, dass wir hierzu keine Empfehlung ausspechen können. Die KBV hat eine Liste der zertifizierten Anbieter veröffentlicht.

Es macht Sinn, sich die Bedingungen der einzelnen Anbieter auf deren Homepage anzusehen. Wichtig: Zertifizierte Anbieter sind zugelassen und nachgewiesen sicher! Das ist zunächst ganz unabhängig von den Kosten.

Ob es Service- oder Qualitätsunterschiede gibt, vermögen wir leider nicht zu sagen.

Für die Videosprechstunde benötigen Sie keinen TI-Anschluss. Die technischen Voraussetzungen sind laut KBV:

  • ein Bildschirm (mindestens 3 Zoll, Auflösung von mindestens 640×480 px)
  • eine Kamera
  • ein Mikrofon
  • ein Lautsprecher bzw. ein Tonwiedergabegerät

Es muss mindestens eine Bandbreite von 2.000 kbit/s im Download zur Verfügung stehen.

Auch zur Art der notwendigen Installation lassen sich keine allgemeingültigen Aussagen machen. Die Anbieter erläutern das Vorgehen allerdings jeweils auf ihren Homepages.

 

Die Teilnahme der Patienten bei Videobehandlung ist freiwillig. Falls ein Patient nicht per Video kommunizieren will, bin ich dann gesetzlich gezwungen, ihn persönlich zu empfangen?

Nein, die Entscheidung, ob Sie die face-to-face-Behandlung durchführen, liegt natürlich bei Ihnen und muss von Ihnen anhand der Kriterien “Dringlichkeit einer Behandlung im persönlichen Kontakt” und “Größe des Ansteckungsrisikos” abgewogen und entschieden werden. Dies gilt übrigens auch außerhalb der Corona-Krise: Eine Verpfichtung gibt es nicht.

Wie mache ich das mit der Versichertenkarte, wenn ein/e Patient/in innerhalb eines Quartals nur per Video behandelt wird?

Man muss unterscheiden zwischen bekannten und neuen Patient*innen.

  1. Bei bekannten Patient*innen legt man ein sogenanntes Ersatzverfahren an, denn die Daten sind ja schon vorhanden. Im PVS gibt es dafür den Reiter “Scheine” und dort dann die Option “Ersatzverfahren”.
  2. Bei neuen Patient*innen muss man sich die Versichertenkarte entweder in der Kamera zeigen lassen und die Daten abschreiben. Dafür gibt es dann auch die Ziffer 01444:

Zitat:

„01444 Zuschlag für die Authentifizierung eines unbekannten Patienten
Einmal im Behandlungsfall als Zuschlag zur Grundpauschale 10 Punkte = 1,08 Euro.
Da die erforderlichen Stammdaten nicht über die elektronische Gesundheitskarte automatisiert erfasst werden können, wird diese Gebührenordnungsposition zeitlich befristet bis zum 30. September 2021 in den EBM aufgenommen. Anschließend sollen neue technische Verfahren den Zusatzaufwand zu Authentifizierung in der Praxis obsolet machen.“

Oder, falls zeitnah der Erstkontakt per Telefon freigegeben wird, gibt es die Möglichkeit, dass der/die Patient/in seine Daten per Telefon oder postalisch durchgibt – und eine Kopie der Karte übermittelt.

Übernehmen die privaten Krankenkassen auch die Kosten für Telefonbehandlungen?

Die telemedizinische Behandlung von Privatpatient*innen ist nun dauerhaft abrechnungsfähig. Psychotherapeutische Leistungen können auch über die Pandemie hinaus per Video erbracht werden – das hat der Vorstand der Bundesärztekammer als Abrechnungsempfehlung im Dezember 2021 beschlossen. Statt bisher 40 Minuten sind nur noch 30 Minuten Telefonberatung je Termin abrechenbar. Innerhalb eines Kalendermonats können seit Jahresbeginn bis zu viermal 30-minütige telefonische Beratungen erstattet werden. 

Im März teilte der Verband der Privaten Krankenversicherung PKV mit, dass die tariflichen Bestimmungen der meisten PKV-Verträge keinerlei Einschränkungen bei der Behandlung privat Versicherter via Videosprechstunde vorsehen.

Weiter heißt es dort: “Auch einer – ggf. analogen – Abrechnung der einschlägigen Ziffern der ärztlichen Gebührenordnung GOÄ steht nichts im Wege. In der PKV sind Videosprechstunden seit jeher nach Maßgabe der medizinischen Notwendigkeit im vereinbarten Umfang ohne Budgetbeschränkungen möglich.”

Die GOÄ kenne die „Beratung auch mittels Fernsprecher“ nach der Nr. 1 und die „Eingehende, das gewöhnliche Maß übersteigende Beratung – auch mittels Fernsprecher“ nach GOÄ-Nr. 3. Von daher seien auch telefonische Sprechstunden gebührenrechtlich unproblematisch.”

Bei der Behandlung von PKV-Versicherten gilt nun – zunächst bis zum Jahresende 2021:

  • Alle Leistungen, auch Eingangsdiagnostik, Indikationsstellung und Aufklärung, können per Video erbracht werden.

Doch Achtung: Für längere telefonische Beratungen ist die mehrfache Berechnung der Nr. 3 GOÄ seit Ablauf des 2. Quartals nicht mehr möglich! Aufgrund der gesunkenen Infektionszahlen hätten die Beteiligten keine Notwendigkeit einer weiteren Verlängerung der Abrechnungsempfehlung mehr gesehen, teilte uns nun auf unsere ausdrückliche Nachfrage hin die Bundesärztekammer mit. Es bestehe allerdings nach wie vor die Möglichkeit, (auch längere) Beratungsleistungen per Telefon regulär über die Nr. 3 bzw. 1 GOÄ (ggf. mit einem erhöhten Gebührensatz) abzurechnen.

Hier erhalten Sie weitere Informationen:

Link zur Bundesärztekammer: https://www.bundesaerztekammer.de/corona-pandemie/abrechnungsempfehlungen-im-rahmen-der-corona-pandemie/

 

Wo finde ich ein Formular zur Einwilligung für die Videosprechstunde?

Der bvvp hat für Sie ein Formular erstellt, das Sie Ihren Patient*innen vorlegen können: Formular Einwilligung Videosprechstunde.

Alternativ stellen die Anbieter der Videodienste ein Formular zur Verfügung.

Ist die Videosprechstunde eine Alternative?

Die Corona-Sonderregeln sind zum zweiten Quartal 2022 ausgelaufen. Das bedeutet:

  1. Behandlungen per Video unterliegen wieder einer doppelten Begrenzung.
  2. Maximal 30 Prozent aller Fälle in einer Praxis dürfen ausschließlich per Video behandelt werden.
  3. Maximal 30 Prozent einer Abrechnungsziffer über alle Patient*innen betrachtet dürfen per Video erbracht werden. Diese Obergrenze gilt also je Gebührenordnungsposition (GOP) und Quartal.
  4. Psychotherapeutische Sprechstunden und probatorische Sitzungen dürfen nicht mehr per Video erbracht werden.
  5. Die spezielle Telefonziffer 01433 kann nicht mehr abgerechnet werden.

Ab dem 1. Juli 2022 gilt die Obergrenze von 30 Prozent für alle per Video möglichen Leistungen der Richtlinien-Psychotherapie. Sie bezieht sich somit auf die Gesamtpunktzahl der im Quartal von einer Psychotherapeutin oder einem Psychotherapeuten abgerechneten Gebührenordnungspositionen des Kapitels 35, die grundsätzlich als Videobehandlung durchgeführt werden dürfen.

Nicht per Video durchgeführt werden dürfen Psychotherapeutische Sprechstunden (GOP 351519, probatorische Sitzungen (GOP 35150) und die Hypnose. Dies verbietet die Psychotherapievereinbarung, die damit der Musterberufsordnung der PP und KJP folgt, dass Eingangsdiagnostik und Aufklärung im persönlichen Kontakt zu erfolgen haben.

Ausgenommen von der neuen Regelung zur Obergrenze ist die Akutbehandlung (GOP 35152). Diese Einzelleistung darf über alle Patient*innen im Quartal betrachtet weiterhin nur zu 30 Prozent per Video stattfinden.

Weitere Informationen dazu finden Sie bei der KBV.

(Stand: 13.06.2022)