FAQ zur Telefonbehandlung

Darf ich die psychotherapeutischen Gesprächsleistungen des Kapitels 35 noch per Telefon abrechnen?

von Janine Fielitz
  • 24. März 2020

Ja, GKV-Patient*innen, die über keine Möglichkeit verfügen, persönlich in die Praxis zu kommen oder die Videosprechstunden zu nutzen, können Sie (zunächst befristet bis zum Jahresende 2021) über Telefon behandeln. Dafür wird die Telefonziffer 01433 genutzt. Zu beachten ist aber, dass es in einigen KVen dadurch zur Absenkung der Quotierung der Leistungen aus der MGV kommt.

Auch Privat-Versicherte können während der zweiten Corona-Welle weiterhin längere telefonische Beratungen erhalten, wenn eine psychotherapeutische Behandlung dringend erforderlich, aber aufgrund der Pandemie in der Praxis oder per Videotelefonat nicht möglich ist. Statt bisher 40 Minuten sind aber nur noch 30 Minuten Telefonberatung je Termin abrechenbar. Innerhalb eines Kalendermonats können seit Jahresbeginn bis zu viermal 30-minütige telefonische Beratungen erstattet werden.

Doch Achtung: Für längere telefonische Beratungen ist die mehrfache Berechnung der Nr. 3 GOÄ seit Ablauf des 2. Quartals nicht mehr möglich! Es besteht allerdings nach wie vor die Möglichkeit, (auch längere) Beratungsleistungen per Telefon regulär über die Nr. 3 bzw. 1 GOÄ (ggf. mit einem erhöhten Gebührensatz) abzurechnen.

Hier erhalten Sie weitere Informationen:

Link zur Bundesärztekammer: https://www.bundesaerztekammer.de/corona-pandemie/abrechnungsempfehlungen-im-rahmen-der-corona-pandemie/

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Janine Fielitz

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