FAQ zur Videosprechstunde

FAQ zur Videosprechstunde

Gibt es Sonderregelungen für die Videobehandlung?

von Ulrike Böker
  • 24. März 2020

Ja, diese Sonderregelungen wurden erneut und nun zunächst bis zum Jahresende 2021 verlängert.

Folgende Regelungen sind betroffen:

  • Psychotherapeutische Sprechstunden und Probatorische Sitzungen können weiterhin ausnahmsweise per Video erbracht werden.
  • Die Begrenzung der behandlungsfall- und EBM-Ziffer-bezogenen Anzahl von Videosprechstunden ist weiterhin ausgesetzt, d.h. Sie können so viele Leistungen per Video abhalten, wie Sie wollen.
  • Erweiterung: Es ist nun auch möglich, probatorische Sitzungen in der Gruppenpsychotherapie als Videobehandlung durchzuführen.

Auch sind die Kontaktbeschränkungen weiterhin gelockert, sodass auch die Gruppenpsychotherapie wieder als Präsenztreffen möglich ist – unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln.

Die KBV schrieb bei Einführung:

Grundsätzlich erfordert die Psychotherapeutische Sprechstunde weiterhin die Anwesenheit der Patienten: Insbesondere für Eingangsdiagnostik, Indikationsstellung und Aufklärung ist der unmittelbare persönliche Kontakt im Regelfall notwendig. Gegebenenfalls muss die Sprechstunde auf ein Mindestmaß reduziert werden, um Infektionsrisiken zu minimieren.

Vor dem Hintergrund der COVID-19-Pandemie kann es im Einzelfall sinnvoll sein, Patienten den Weg in die Praxis nicht zuzumuten, wenn dadurch andere Gefahren vermieden werden können. Hierfür wurde die Psychotherapie-Vereinbarung jetzt entsprechend für einen begrenzten Zeitraum angepasst.

Dies erlaubt es, diagnostische Einschätzungen und eine Einleitung von Psychotherapie auch per Video vorzunehmen. Eine Psychotherapie kann somit auch ohne persönlichen Kontakt zwischen Patient und Therapeut beginnen. Dies sollte besonderen Einzelfällen vorbehalten bleiben.

Zudem müssen die Vorgaben der Landeskammer zur Berufsordnung in Bezug auf die Gestaltung der Erstkontakte beachtet werden.

Quelle: KBV – Sprechstunde und probatorische Sitzungen jetzt auch per Video

Außerdem hat der Bundestag beschlossen, die Akutbehandlung via Video zu ermöglichen. Veröffentlicht wird das Gesetz im Bundesanzeiger vermutlich Ende Mai, dann tritt es in Kraft. Der Bewertungsausschuss muss dann noch bis zum 30. September 2021 die Voraussetzungen festlegen. Dazu hier die Pressemitteiluung des BPtK.

Weitere Informationen erhalten Mitglieder in unserem Info Kompakt „20210923 Info Aktuell: Wichtige Beschlüsse des Bewertungsausschusses“ im internen Bereich „Mein bvvp“.

(Stand: 12.05.2021)

Über den Autor

Ulrike Böker

Seit 2010 Mitglied des bvvp, seit 2012 im Bundesvorstand aktiv. Mit eigener Kassenzulassung in Reutlingen tätig und seit 2014 erste Vorsitzende des Regionalverbandes Süd-Württemberg. Ich engagiere mich in der Vertretersammlung, im BFA der KV Baden-Württemberg, der KBV, in der Kammer Baden-Württemberg und als stellvertretende Delegierte des DPT.

Alternative Text

Keine Kommentare