FAQ zur Videosprechstunde

FAQ zur Videosprechstunde

Kann die Akutbehandlung per Video abgerechnet werden?

von Anissa Butlin
  • 11. Mai 2021

Ja, die psychotherapeutische Akutbehandlung ist künftig auch per Video möglich. Der Bundestag hat die notwendige Flexibilität in akuten Krisen in der 2./3. Lesung des Gesetzes zur digitalen Modernisierung von Versorgung und Pflege (DVPMG) beschlossen. Der bvvp begrüßt die Regelung, die nach der Veröffentlichung im Bundesanzeiger Ende Mai in Kraft getreten ist.

Seit 1. Oktober 2021 sind Akutbehandlung und Gruppenpsychotherapie als Videobehandlung grundsätzlich möglich. Das gilt auch für die gruppenpsychotherapeutische Grundversorgung (EBM 35173 ff). Damit wird ein gesetzlicher Auftrag umgesetzt, demgemäß diese Möglichkeit geprüft und gegebenenfalls umgesetzt werden sollte.

Ab dem 1. Juli 2022 gilt die Obergrenze von 30 Prozent für alle per Video möglichen Leistungen der Richtlinien-Psychotherapie. Sie bezieht sich somit auf die Gesamtpunktzahl der im Quartal von einer Psychotherapeutin oder einem Psychotherapeuten abgerechneten Gebührenordnungspositionen des Kapitels 35, die grundsätzlich als Videobehandlung durchgeführt werden dürfen.

Nicht per Video durchgeführt werden dürfen Psychotherapeutische Sprechstunden (GOP 351519, probatorische Sitzungen (GOP 35150) und die Hypnose. Dies verbietet die Psychotherapievereinbarung, die damit der Musterberufsordnung der PP und KJP folgt, dass Eingangsdiagnostik und Aufklärung im persönlichen Kontakt zu erfolgen haben.

Ausgenommen von der neuen Regelung zur Obergrenze ist die Akutbehandlung (GOP 35152). Diese Einzelleistung darf über alle Patient*innen im Quartal betrachtet weiterhin nur zu 30 Prozent per Video stattfinden.

Weitere Informationen dazu finden Sie bei der KBV.

(Stand: 13.06.2022)

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Anissa Butlin

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