FAQ zur Videosprechstunde

FAQ zur Videosprechstunde

Kann die Akutbehandlung per Video abgerechnet werden?

von Anissa Butlin
  • 11. Mai 2021

Ja, die psychotherapeutische Akutbehandlung ist künftig auch per Video möglich. Der Bundestag hat die notwendige Flexibilität in akuten Krisen in der 2./3. Lesung des Gesetzes zur digitalen Modernisierung von Versorgung und Pflege (DVPMG) beschlossen. Der bvvp begrüßt die Regelung, die nach der Veröffentlichung im Bundesanzeiger Ende Mai in Kraft getreten ist.

Vom 1. Oktober an werden Akutbehandlung und Gruppenpsychotherapie als Videobehandlung grundsätzlich möglich sein. Das gilt auch für die neue gruppenpsychotherapeutische Grundversorgung (EBM 35173 ff). Damit wird ein gesetzlicher Auftrag umgesetzt, demgemäß diese Möglichkeit geprüft und gegebenenfalls umgesetzt werden sollte. Die Änderungen in der Psychotherapie-Vereinbarung befinden sich gerade noch im Unterschriftenverfahren, nun wurde auch die Vergütung freigegeben. Die Videobehandlung in der Gruppe ist auf maximal acht Teilnehmer*innen begrenzt. Wie auch bei den Einzelsitzungen kann der Technikzuschlag 01450 geltend gemacht werden. Unklar ist derzeit noch, wie und wann die Videoanbieter die technischen Voraussetzungen dafür anbieten können.

Um der Behandlung per Video doch noch gewisse Begrenzungen aufzuerlegen, wurden einige Regelungen in die Psychotherapie-Vereinbarung aufgenommen. Damit soll insbesondere verhindert werden, dass Videobehandlungen ohne eine Praxis im Hintergrund oder vom Ausland aus geführt werden können.

Alle Infos finden Mitglieder im Info Aktuell im internen Bereich der Homepage unter: https://bvvp.de/mein-bvvp/

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Anissa Butlin

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