FAQ Allgemeines zum Umgang mit Corona

Können wir PsychotherapeutInnen prioritär gegen Covid-19 geimpft werden?

von Ingrid Kaech
  • 15. Januar 2021

Am 27.12.2020 hat die Impfung gegen Sars-Cov-2 in Deutschland begonnen. Schon im Vorfeld hatten damit auch die Verteilungskämpfe um den Impfstoff längst begonnen – global und national. Noch auf Monate hinaus wird nicht genug Impfstoff und Impfkapazität vorhanden sein, um ihn allen Impfwilligen zukommen zu lassen. Es ist verständlich, dass jede / jeder zu den Ersten gehören möchte, besonders in den Berufsgruppen, die sich durch die Versorgung von PatientInnen einem erhöhten Risiko aussetzen. Am 18.12.2020 ist per Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums ein Schema der Priorisierung für die Impfreihenfolge festgelegt worden.


Im bvvp sehen wir uns vor allem anderen der Solidarität in der Versorgung der Bevölkerung verpflichtet und der Solidarität mit denjenigen, die das weitaus größte Infektionsrisiko und Erkrankungsrisiko tragen. Bei allem Verständnis für das erhöhte Schutzbedürfnis unserer Berufsgruppe bekennen wir uns zu einer möglichst nach den unterschiedlichen Gefährdungsgraden angemessenen und geregelten Verteilung nach bestmöglichen ethischen Gesichtspunkten. Wir sehen es deshalb als geraten an, nicht um jeden Preis um die vordersten Plätze zu kämpfen. Unser Einsatz gilt einer unter allen betroffenen Berufsgruppen möglichst solidarischen und kollegialen Verteilung. Wir sind überzeugt, dass diese weltweite Krise, die uns alle vor zu unseren Lebzeiten nie gekannten Herausforderungen stellt, in Gemeinsamkeit noch am besten bewältigbar ist.


Selbstverständlich werden wir dennoch ständig die Entwicklungen im Auge behalten, damit keine speziellen Benachteiligungen im kommenden Verteilungskampf für unsere Berufsgruppe entstehen.

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Ingrid Kaech

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