FAQ Entschädigung

FAQ zum Thema Entschädigung für Praxisausfall usw.

Welche Bedeutung hat der „Rettungsschirm“ der Bundesregierung genau für uns Psychotherapeut*innen?

von Ingrid Kaech
  • 30. März 2020

Seit dem 1. Januar 2021 gilt folgende Gesetzespassage des SGB V maßgeblich für den Rettungsschirm:
Nach § 87b Absatz 2 wird folgender Absatz 2a eingefügt: „(2a) Mindert sich die Fallzahl in einem die Fortführung der Arztpraxis gefährdenden Umfang infolge einer Pandemie, Epidemie, Endemie, Naturkatastrophe oder eines anderen Großschadensereignisses, kann die Kassenärztliche Vereinigung im Benehmen mit den Landesverbänden der Krankenkassen und den Er-satzkassen im Verteilungsmaßstab geeignete Regelungen zur Fortführung der vertragsärztlichen Tätigkeit des Leistungserbringers vorsehen.“

Der entscheidende Satz der bis zum 31. Dezember 2020 geltenden Regelung “ Die Aufwendungen für die Ausgleichszahlungen sind der Kassenärztlichen Vereinigung durch die Krankenkassen zeitnah zu er-statten. Die Kassenärztliche Vereinigung hat den Krankenkassen die zur Erstattung notwendigen Daten zur Verfügung zu stellen.“ ist nicht mehr gültig.
Das bedeutet, dass die KVen die eventuellen Ausgleichszahlungen in 2021 aus den eigene Rücklagen leisten müssen. Und das bedeutet somit auch, dass in den KVen, in denen die Zahlungen in 2020 recht unkompliziert und ohne eingehendere Prüfungen stattgefunden haben, nun auch auf gut begründete Anträge bestehen werden.
Eine Minderung der Fallzahl gilt bereits bei einem Fall weniger. Sollten Sie als Psychotherapeut*in keinen Fallzahlrückgang, aber sehr wohl einen deutlichen Rückgang Ihres Honorarumsatzes verzeichnen, der eindeutig auf Corona zurückzuführen ist, dann stellen Sie unbedingt trotzdem einen Antrag! Die KV wird dann im Einzelfall entscheiden.

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Ingrid Kaech

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