Organisatorisches in der Gruppenpsychotherapie

Wie gestaltet sich die Gruppenpsychotherapie mit zwei Leitenden?
  • Gruppenpsychotherapie und probatorische Sitzungen im Gruppensetting können – auch praxisübergreifend – von zwei Therapeut*innen geleitet werden.
  • Die Gruppengröße liegt dann bei 6 – 14 Patient*innen, pro Therapeut*in bei mindestens drei bis maximal neun Patient*innen.
  • Die Therapeut*innen sind dabei für ihre jeweils fest zugeordneten Patient*innen „hauptverantwortlich“, beispielsweise für die schriftliche Dokumentation. Bei Kombinationsbehandlung auch für das Ausfüllen des Formulars PTV 2.
  • Die Therapeut*innen rechnen dann genau immer die Patient*innen ab, die hauptverantwortlich von ihnen in der Gruppe betreut werden.
  • Gruppentherapie-Patient*innen und Gruppen-Probatorik-Patient*innen können gleichzeitig in gemischten Gruppensitzungen behandelt werden.
 

Stand: 27.04.2022

Kann ich für die Durchführung meiner Gruppen einen größeren Raum außerhalb meiner Praxis anmieten?

Ja. Dafür müssen Sie bei Ihrer KV einen Antrag stellen auf „ausgelagerte Praxisräume“. Die KVen stellen dafür ein Formular „Anzeige ausgelagerter Praxisräume“ zur Verfügung, das Sie sich von deren Homepage herunterladen können.

 

Stand: 27.04.2022

Wie wurde das Gutachterverfahren vereinfacht?

Anträge auf Gruppenpsychotherapie oder Anträge auf eine Kombination aus überwiegend durchgeführter Gruppentherapie mit Einzeltherapie werden nicht mehr regelhaft begutachtet. Sie legen Ihrem Antrag also keinen Bericht an den Gutachter bei. Die Krankenkassen können aber in Einzelfällen auch bei Beantragung einer Gruppenpsychotherapie oder einer Kombinationsbehandlung einen Bericht verlangen, zum Beispiel im Rahmen der vorgezogenen Wirtschaftlichkeitsprüfung.

 

Stand: 27.04.2022

Wie wird mit der Gruppentherapie in den einzelnen Landes-KVen umgegangen?

Es bleibt erlaubt, Gruppenpsychotherapien in der Praxis – unter Einhaltung aller Vorschriften des Infektionsschutzes – durchzuführen, da es sich hierbei um medizinisch notwendige Maßnahmen handelt. Bei hohen Inzidenzzahlen gelten allerdings unter Umständen auch wieder besondere Einschränkungen, die sich in den jeweiligen Bundesländern unterscheiden können. Daher empfehlen wir Ihnen, sich zusätzlich auf der Internetseite Ihrer KV zu informieren. Eine Übersicht über alle KVen und eine Linkliste finden Sie auf der Seite der KBV.

 

Stand: 27.04.2022

Welche Maßnahmen sind unter den Bedingungen der Covid 19-Pandemie empfehlenswert?

Wir empfehlen nach wie vor – auch unter Berücksichtigung der Raumgröße – eine sinnvolle Kombination aus Abstands- und Hygieneregeln, Maskennutzung, häufigem Lüften, Nutzung von Luftfiltergeräten und Einsatz von Schnelltests. Unabdingbare Pflicht in den Praxen ist natürlich die Einhaltung der bekannten AHA-Regeln. Wägen Sie des Weiteren mit Blick auf die gebotenen Maßnahmen zur Ansteckungsvermeidung ab zwischen den aktuellen Inzidenzen, dem Risiko einzelner Patient*innen schwerer zu erkranken, Ihrem eigenen Erkrankungsrisiko und beispielsweise Teilnehmerzahl, Raumgröße oder Impfstatus der Gruppenmitglieder. Gut nachlesen kann man unsere Empfehlungen im Hygienekonzept auf den internen Seiten des bvvp unter der Rubrik Mitgliederinformationen: https://bvvp.de/mein-bvvp/praxismaterialien/pdf-dokumente

 

 

Stand: 27.04.2022