Petitionen – Jetzt wird es laut!
Die Psychotherapie wird durch diverse Faktoren bedroht – und damit die Versorgung der Menschen mit psychischen Erkrankungen. Es gibt also mehr als genug Grund für laute und leise Protestaktionen aller Art! Hier informieren wir Sie über aktuelle Petitionen, die Sie mitzeichnen und somit ein starkes Zeichen für die Psychotherapie setzen können!
Petition des bvvp
Bürgergeld-GKV-Kosten komplett aus Steuern finanzieren
Petition auf change.org, initiiert vom Bundesvorsitzenden des bvvp, Mathias Heinicke
Die GKV darf nicht als Finanzierungsinstrument für staatliche Aufgaben missbraucht werden. Das fordert eine change.org-Petition des bvvp. Es ist sozial ungerecht, wenn die versicherte Gemeinschaft die Lasten für den Staat übernehmen muss. Dann noch die üble Augenwischerei: Zwar wird der staatliche Zuschuss für Bürgergeldempfänger*innen jetzt leicht erhöht, gleichzeitig aber der Bundeszuschuss für versicherungsfremde Leistungen um zwei Milliarden Euro gekürzt. Wenn die Beiträge für Grundsicherungsbeziehende endlich vollständig aus Steuermitteln finanziert werden, entfällt ein entscheidender Vorwand für Leistungs- und Honorarkürzungen. Deshalb die Forderung: Bürgergeld-GKV-Kosten komplett aus Steuern finanzieren!
Bundestagspetition aktuell
Sicherstellung der ambulanten psychotherapeutischen Versorgung durch angemessene Vergütung
Diese Petition, die am 8. Juni in einer Anhörung im Petitionsausschuss des Bundestages verhandelt wurde, zeigt die breite Rückendeckung in der Bevölkerung für unser Anliegen, denn sie hat mehr als 140.000 Unterschriften erreichen können. Zeichnungsschluss war der 9. Juni. Gefordert wurde hier, dass Anpassungen der Vergütung psychotherapeutischer Leistungen im System der gesetzlichen Krankenversicherung nicht zu einer Verschlechterung der Versorgungssituation führen und eine bedarfsgerechte, wirtschaftlich tragfähige Versorgung gewährleistet bleibt. Danke allen, dieses wichtige Signal gesendet haben.
So geht es weiter:
Der Ausschuss wertet die Anhörung aus und formuliert eine Beschlussempfehlung. Der Bundestag entscheidet auf dieser Grundlage über das weitere Vorgehen. Und wir bleiben laut und zeigen geschlossen als Profession: So nicht!
Gegen die Kürzung psychotherapeutischer Leistungen
Die Change.org-Petition der Initiatorin Johanna Jung gegen die Kürzung psychotherapeutischer Leistungen hat bereits über 625.000 Stimmen erhalten.
Unterstützen Sie die Aktion und tragen Sie dazu bei, dass noch mehr Menschen unterzeichnen.
Schreiben Sie Protestbriefe an die Politik
Verfassen Sie Beschwerdebriefe und richten Sie Ihren Protest über die unzumutbaren Kürzungen und die von der Gesundheitspolitik geplanten Sparmaßnahmen direkt an die Gesundheitspolitiker*innen.
Wir haben für Sie hier ein Musteranschreiben an Gesundheitspolitiker*innen und eine Adressliste mit direkter Kontaktmöglichkeit vorbereitet. Nutzen Sie die Briefvorlage – insbesondere an die Politiker*innen in Ihrem Bundesland – die unsere zentralen Argumente kompakt transportiert.
Erheben Sie jetzt Ihre Stimme und machen Sie deutlich: Wir bleiben laut!