FAQ zu Privatpatient*innen

Wurden die Corona-Sonderregelungen, die für Privatpatient*innen gelten, verlängert?
Die telemedizinische Behandlung von Privatpatient*innen ist nun dauerhaft abrechnungsfähig. Psychotherapeutische Leistungen können auch über die Pandemie hinaus per Video erbracht werden – das hat der Vorstand der Bundesärztekammer als Abrechnungsempfehlung im Dezember 2021 beschlossen. Diese Änderung betrifft die Leistungen nach den Nummern 801, 804, 806, 807, 808, 817, 835, 846, 849, 855, 856, 857, 860, 861, 863, 865, 870, 885 und/oder 886 GOÄ, die nun unbefriststet analog berechnungsfähig sind, wenn Sie mittels Videoübertragung erbracht werden. Außerdem wurde die Anzahl der analog berechnungsfähigen Ziffern im Bereich der Videobehandlungen erweitert um die einmalige Fremdanamnese (Nr. 835 GOÄ), die Besprechung mit dem nichtärztlichen Psychotherapeuten über die Fortsetzung der Behandlung (Nr. 865 GOÄ) sowie um Testverfahren (Nrn. 855 – 857 GOÄ). Selbstverständlich ist vor jeder Leistungserbringung zu prüfen, ob es sinnvoll ist, diese mittels Videoübertragung zu erbringen. Eine mögliche Analogabrechnungsempfehlung gruppentherapeutischer Leistungen und der Akuttherapie auch in der GOÄ/GOP soll 2022 mit den Berufsverbänden diskutiert werden. Der bvvp hatte sich gegenüber der Bundesärztekammer positiv zu allen angedachten Analogabrechnungen positioniert. In diesem Zusammenhang soll außerdem auf eine Ergänzung der Abrechnungsempfehlungen der Bundesärztekammer zu telemedizinischen Leistungen vom 14./15.5.2020 verwiesen werden. Darin geht es um die Beschlüsse zur analogen Berechnungsfähigkeit der Nrn. 4 GOÄ (Erhebung der Fremdanamnese über einen Kranken und/oder Unterweisung und Führung der Bezugsperson(en) mittels Videoübertragung – im Zusammenhang mit der Behandlung eines Kranken –) und 15 GOÄ (Einleitung und Koordination flankierender therapeutischer und sozialer Maßnahmen mittels Videoübertragung während der kontinuierlichen ambulanten Betreuung eines chronisch Kranken). Beides hat der Vorstand der Bundesärztekammer in seiner Sitzung vom 10.12.2021 ebenfalls verabschiedet. Auch diese Beschlüsse werden dann zeitnah auf der Homepage der Bundesärztekammer sowie im Deutschen Ärzteblatt veröffentlicht.  
Muss ich es beantragen oder melden, wenn ich bei Privatpatient*innen die Behandlung per Video durchführe?

Nein, Sie rechnen wie gewohnt ab und dokumentieren das geänderte Setting nur in Ihrer Dokumentation.

Ab dem 1. Juli 2022 gilt die Obergrenze von 30 Prozent für alle per Video möglichen Leistungen der Richtlinien-Psychotherapie. Sie bezieht sich somit auf die Gesamtpunktzahl der im Quartal von einer Psychotherapeutin oder einem Psychotherapeuten abgerechneten Gebührenordnungspositionen des Kapitels 35, die grundsätzlich als Videobehandlung durchgeführt werden dürfen.

Nicht per Video durchgeführt werden dürfen Psychotherapeutische Sprechstunden (GOP 351519, probatorische Sitzungen (GOP 35150) und die Hypnose. Dies verbietet die Psychotherapievereinbarung, die damit der Musterberufsordnung der PP und KJP folgt, dass Eingangsdiagnostik und Aufklärung im persönlichen Kontakt zu erfolgen haben.

Ausgenommen von der neuen Regelung zur Obergrenze ist die Akutbehandlung (GOP 35152). Diese Einzelleistung darf über alle Patient*innen im Quartal betrachtet weiterhin nur zu 30 Prozent per Video stattfinden.

Weitere Informationen dazu finden Sie bei der KBV.

(Stand: 13.06.2022)

Kann ich Videosprechstunden bei der Beihilfe abrechnen?

Ja, Videobehandlungen sind unter eingeschränkten Bedingungen abrechnungsfähig.

Wörtlich schreibt das Bundesverwaltungsamt auf seiner Homepage.

“Psychotherapien per Videosprechstunde werden anerkannt, wenn keine anderen Möglichkeiten bestehen. Die Psychotherapeutin oder der Psychotherapeut muss unter Berücksichtigung der individuellen Krankheits- und Lebensumstände entscheiden, ob eine Videosprechstunde durchgeführt werden kann.”

Die telemedizinische Behandlung von Privatpatient*innen ist nun dauerhaft abrechnungsfähig. Psychotherapeutische Leistungen können auch über die Pandemie hinaus per Video erbracht werden – das hat der Vorstand der Bundesärztekammer als Abrechnungsempfehlung im Dezember 2021 beschlossen. Diese Änderung betrifft die Leistungen nach den Nummern 801, 804, 806, 807, 808, 817, 835, 846, 849, 855, 856, 857, 860, 861, 863, 865, 870, 885 und/oder 886 GOÄ, die nun unbefriststet analog berechnungsfähig sind, wenn Sie mittels Videoübertragung erbracht werden. Außerdem wurde die Anzahl der analog berechnungsfähigen Ziffern im Bereich der Videobehandlungen erweitert um die einmalige Fremdanamnese (Nr. 835 GOÄ), die Besprechung mit dem nichtärztlichen Psychotherapeuten über die Fortsetzung der Behandlung (Nr. 865 GOÄ) sowie um Testverfahren (Nrn. 855 – 857 GOÄ).

Selbstverständlich ist vor jeder Leistungserbringung zu prüfen, ob es sinnvoll ist, diese mittels Videoübertragung zu erbringen.

Eine mögliche Analogabrechnungsempfehlung gruppentherapeutischer Leistungen und der Akuttherapie auch in der GOÄ/GOP soll 2022 mit den Berufsverbänden diskutiert werden. Der bvvp hatte sich gegenüber der Bundesärztekammer positiv zu allen angedachten Analogabrechnungen positioniert. In diesem Zusammenhang soll außerdem auf eine Ergänzung der Abrechnungsempfehlungen der Bundesärztekammer zu telemedizinischen Leistungen vom 14./15.5.2020 verwiesen werden. Darin geht es um die Beschlüsse zur analogen Berechnungsfähigkeit der Nrn. 4 GOÄ (Erhebung der Fremdanamnese über einen Kranken und/oder Unterweisung und Führung der Bezugsperson(en) mittels Videoübertragung – im Zusammenhang mit der Behandlung eines Kranken –) und 15 GOÄ (Einleitung und Koordination flankierender therapeutischer und sozialer Maßnahmen mittels Videoübertragung während der kontinuierlichen ambulanten Betreuung eines chronisch Kranken). Beides hat der Vorstand der Bundesärztekammer in seiner Sitzung vom 10.12.2021 ebenfalls verabschiedet. Auch diese Beschlüsse werden dann zeitnah auf der Homepage der Bundesärztekammer sowie im Deutschen Ärzteblatt veröffentlicht.

Entgegen der ursprünglichen Ankündigung, dass die Hygieneziffer zum Ende des Jahres 2021 auslaufen sollte, wurde sie nun doch ein weiteres Mal verlängert. Allerdings mit einer großen Veränderung, dass eine andere Analogziffer zum Ansatz gebracht werden soll. Die Organisationen schreiben dazu: „Nach Abstimmung mit dem PKV-Verband und den Beihilfekostenträgern zu einer erneuten Verlängerung der Analogabrechnungsempfehlung für die Erfüllung aufwändiger Hygienemaßnahmen im Rahmen der COVID-19-Pandemie haben die Kostenerstatter einer Verlängerung der sogenannten Hygieneziffer nur unter der Maßgabe zugestimmt, dass künftig auf Grundlage der Nr. 383 GOÄ analog zum 2,3-fachen Satz (= 4,02 Euro) abgerechnet wird.“

Weitere Informationen erhalten Sie demnächst auf den Seiten der Bundesärztekammer. Mitglieder finden mehr in unseren Info Kompakt-Mitgliederinfos im internen Bereich „Mein bvvp“.

Übernehmen die privaten Krankenkassen auch die Kosten für Telefonbehandlungen?

Die telemedizinische Behandlung von Privatpatient*innen ist nun dauerhaft abrechnungsfähig. Psychotherapeutische Leistungen können auch über die Pandemie hinaus per Video erbracht werden – das hat der Vorstand der Bundesärztekammer als Abrechnungsempfehlung im Dezember 2021 beschlossen. Statt bisher 40 Minuten sind nur noch 30 Minuten Telefonberatung je Termin abrechenbar. Innerhalb eines Kalendermonats können seit Jahresbeginn bis zu viermal 30-minütige telefonische Beratungen erstattet werden. 

Im März teilte der Verband der Privaten Krankenversicherung PKV mit, dass die tariflichen Bestimmungen der meisten PKV-Verträge keinerlei Einschränkungen bei der Behandlung privat Versicherter via Videosprechstunde vorsehen.

Weiter heißt es dort: “Auch einer – ggf. analogen – Abrechnung der einschlägigen Ziffern der ärztlichen Gebührenordnung GOÄ steht nichts im Wege. In der PKV sind Videosprechstunden seit jeher nach Maßgabe der medizinischen Notwendigkeit im vereinbarten Umfang ohne Budgetbeschränkungen möglich.”

Die GOÄ kenne die „Beratung auch mittels Fernsprecher“ nach der Nr. 1 und die „Eingehende, das gewöhnliche Maß übersteigende Beratung – auch mittels Fernsprecher“ nach GOÄ-Nr. 3. Von daher seien auch telefonische Sprechstunden gebührenrechtlich unproblematisch.”

Bei der Behandlung von PKV-Versicherten gilt nun – zunächst bis zum Jahresende 2021:

  • Alle Leistungen, auch Eingangsdiagnostik, Indikationsstellung und Aufklärung, können per Video erbracht werden.

Doch Achtung: Für längere telefonische Beratungen ist die mehrfache Berechnung der Nr. 3 GOÄ seit Ablauf des 2. Quartals nicht mehr möglich! Aufgrund der gesunkenen Infektionszahlen hätten die Beteiligten keine Notwendigkeit einer weiteren Verlängerung der Abrechnungsempfehlung mehr gesehen, teilte uns nun auf unsere ausdrückliche Nachfrage hin die Bundesärztekammer mit. Es bestehe allerdings nach wie vor die Möglichkeit, (auch längere) Beratungsleistungen per Telefon regulär über die Nr. 3 bzw. 1 GOÄ (ggf. mit einem erhöhten Gebührensatz) abzurechnen.

Hier erhalten Sie weitere Informationen:

Link zur Bundesärztekammer: https://www.bundesaerztekammer.de/corona-pandemie/abrechnungsempfehlungen-im-rahmen-der-corona-pandemie/