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Sieg für die Psychotherapie

Der Widerstand der Psychotherapeutenschaft hat sich wieder einmal gelohnt: Jens Spahn musste seinen Antrag zur #RasterPsychotherapie zurückziehen!

Dank an Herrn Heidenbluth von der SPD-Bundestagsfraktion und allen demokratischen Parteien, außer der CDU. Lesen Sie hier das Statement von Bärbel Bas, der stellvertretenden Vorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion: „Abgeräumt haben wir den Vorschlag zur #RasterPsychotherapie. Auch wir halten ihn nicht für zielführend im Sinne der Versorgung der PatientInnen, und haben einen solchen Eingriff in die Therapiefreiheit abgelehnt. Jens Spahn musste seinen Vorschlag deshalb gestern zurückziehen.“

Lesen Sie auch die Presseerklärung der BPtK, die am 02.06.2021 veröffentlicht wurde.

Die Aktionen des kurzen, effektiven Protestes können Sie auf dieser Seite nachvollziehen.

Der bvvp nimmt Stellung

Schon im November 2020 wandte sich der bvvp an Gesundheitsminister Jens Spahn persönlich mit einer Stellungnahme zum Referentenentwurf des BMG vom 23.10.2020.

Lesen Sie auch die aktuelle Stellungnahme des bvvp zum Änderungsantrag 28 und 49.

Keine Rationierung ambulanter Richtlinienpsychotherapie!

Der bvvp wendet sich im Bündnis mit den Psychotherapeutischen Verbänden DGPT, DGVT, DPtV und VAKJP gegen den Änderungsantrag 49 zum GVWG und fordert, die geplante Änderung in § 92 Absatz 6a SGB V zu streichen.

Kommentar von Ariadne Sartorius

Die 1. Stellvertetende Vorsitzende des bvvp, Ariadne Sartorius, schreibt in einem Kommentar des Obervers Gesundheit am 25.05.2021: Keine #RasterPsychotherapie – ein dringender Appell zu einer erneuten Gesetzesattacke Jens Spahns gegen evidenzbasierte Therapiefreiheit.

> Kommentar

Reaktionen aus der Politik

Sylvia Gabelmann, Sprecherin für Arzneimittelpolitik und Patient*innenrechte der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag, fordert „die Bundesregierung und die Regierungsfraktionen im Bundestag nachdrücklich auf, die vorgesehene Änderung in § 92 Absatz 6a SGB V zu streichen“.

Sylvia Gabelmann stellte eine schriftliche Frage zum Änderungsantrag 49. Lesen Sie die Antwort vom Parlamentarischen Staatssekretär Dr. Thomas Gebhart.

> Am individuellen Bedarf orientierte Psychotherapie muss weiterhin möglich sein

Gemeinsam gegen die Rasterpsychotherapie

Der bvvp stellt seinen Mitgliedern ein Musterschreiben zur Verfügung., mit dem sie sich an Abgeordnete und Politiker*innen wenden können, um Stellung gegen die Rasterpsychotherapie im GVWG zu beziehen.

Hier finden Sie beispielhaft eine Tabelle von Bundesgesundheitspolitiker*innen, an die Sie Ihren Protest adressieren können: Bundesgesundheitspolitiker*innen

GVWG in den Medien

Der Hashtag #RasterPsychotherapie war am 18.05.2021 erfolgreichster Tweet des Tages.

Auch die Presse greift das Thema kritisch auf.

Stern.de, 25.05.2021: Rasterbehandlung: Depressionen haben zugenommen, der Umgang damit soll vereinfacht werden

Taz.de, 25.05.2021 Neue Regelung für Therapie: Die normierte Psyche

RND, 20.05.2021: #RasterPsychotherapie: Darum befürchten Menschen, dass Psychotherapie stärker reglementiert werden könnte 

Neues Deutschland, 20.05.2021: Zweiklassenbehandlung soll zementiert werden

Aerzteblatt.de. 21.05.2021 Psychotherapie nach groben Rastern: KBV lehnt Änderungsantrag ab

Podcast Deutschlandfunk Nova, 19.05.2021 Die Länge der Therapie nach Raster festzulegen entbehrt jeder Realität

Berliner Zeitung, 18.05.2021 #RasterPsychologie: Gesundheitspolitik gegen psychisch kranke Menschen

Aerzteblatt.de, 17.05.2021 Psychotherapeuten lehnen geplante Eingriffe in Therapiehoheit ab

bvvp unterstützt

Der bvvp unterstützt alle Aktivitäten, die zur Abwendung des Änderungsantrags 49 zum GVWG beitragen.

Uwe Hauck von der Deutschen Depressionsliga e.V. (DDL) hat eine Petition gestartet. Diese Petition wird auch von der DDL und deren Vorstand unterstützt.

> Petition: keine #Rasterpsychotherapie