Im Fokus

Der bvvp ist nicht nur eine Organisation, die Sie in allen Belangen Ihrer psychotherapeutischen Arbeit unterstützt – hier treffen Sie auch auf Menschen, die deutschlandweit mit Kopf und Herz dafür kämpfen, dass Ihre Interessen vertreten werden! Wir stellen sie vor, nehmen aktuelle Themen in den Blick und geben Servicetipps rund um Ihren Praxisalltag.

Sieben Fragen an Vorstandsmitglied Ulrike Böker

Sieben Fragen an Vorstandsmitglied Ulrike Böker
Warum engagieren Sie sich beim bvvp?

Es ist wohl recht oft der Fall, dass der Eintritt in einen Berufsverband mit persönlichen Kontakten zu tun hat. So auch in meinem Fall, mit der Lehrtherapeutin meiner Einzelselbsterfahrung in der Ausbildung. Nach dem Eintritt habe ich schnell einen Eindruck bekommen von der konstruktiven Diskussionskultur im bvvp. Ich fühlte mich bereichert durch die integrative Struktur des Verbandes, der alle Verfahren und alle Grundberufe vertritt. Und von den klugen und tollen Menschen, die man in der Berufspolitik kennen lernt.

Was reizt Sie an Ihrer berufspolitischen Arbeit?

Ich wollte die Zusammenhänge des hoch komplexen Gesundheitssystems verstehen, das sozusagen mein Arbeitgeber ist. Schnell war mir außerdem klar, dass sich unserer Arbeitsbedingungen nicht von alleine erhalten oder verbessern lassen. Von der Selbstverwaltung bin ich trotz aller Schwierigkeiten und Mängel zutiefst überzeugt, und diese Selbstverwaltung lebt vom ehrenamtlichen Engagement der Niedergelassenen. Die Themen sind interessant und die Zusammenarbeit und der Einsatz im Team sind eine gute Ergänzung zum Einzelkämpferdasein in der Praxis.

Welches berufspolitische Ziel liegt Ihnen in diesem Jahr besonders am Herzen?

Ich hoffe auf eine Reform des Facharzt-EBM, durch die die zeitgebundenen Gesprächsleistungen endlich angemessen honoriert werden und die im EBM aufgeführten Bewertungen ärztlicher und psychotherapeutischer Leistungen eine angemessenere Relation zueinander bekommen. Es gibt derzeit zu viele Missverhältnisse. Ich hoffe auf einen grandiosen Erfolg unsere Verfassungsbeschwerde! Ich hoffe auf eine Reform des Facharzt-EBM, durch die die zeitgebundenen Gesprächsleistungen endlich angemessen honoriert werden und die im EBM aufgeführten Bewertungen ärztlicher und psychotherapeutischer Leistungen eine angemessenere Relation zueinander bekommen. Es gibt derzeit zu viele Missverhältnisse. Und ich hoffe auf einen grandiosen Erfolg unsere Verfassungsbeschwerde!

Und sonst noch: Was verabscheuen Sie am meisten?

Ignoranz und Rücksichtslosigkeit

Welche natürliche Gabe möchten Sie besitzen?

Singen können

Welchen Berufswunsch hatten Sie als Kind?

Kinderärztin

Wohin würden Sie noch mal reisen?

San Francisco (Kleiner Wink an den Verband für ein mögliches Ziel unserer jährlichen organisierten Gruppenreisen 😊)

Zahl des Monats

10 Prozent

Mit annähernd so viel Steigerung in der Vergütung der genehmigungspflichtigen Leistungen, der Psychotherapeutischen Sprechstunde und der Akutbehandlung ab Juli 2018 dürfen die Psychotherapeuten rechnen! Die exakten neuen Punktzahlen werden bekannt gegeben, wenn die Beschlüsse für den Bewertungsausschuss verschriftlicht worden sind.


Ulrike Böker, bvvp Vorstandsmitglied, 07.03.2019

Vorstandsmitglied Ulrike Böker unterwegs für den bvvp

Vorstandsmitglied Ulrike Böker unterwegs für den bvvp

Wie schön, wenn bei soviel berufspolitischer Arbeit mal wieder Zeit für die Praxis bleibt.

Vorstandsmitglied Ulrike Böker unterwegs für den bvvp

Im Gespräch

Krankenbeförderung: Neues Verordnungsformular 4 ab 1. April

Jetzt wurde das Verordnungsformular zur Krankenbeförderung grundlegend überarbeitet. Laut den Praxisnachrichten der KBV ist es übersichtlicher und klarer gegliedert. Weniger Felder soll es auch geben. Das Ausfüllen soll damit leichter werden. Damit soll auch für Patienten gleich erkennbar sein: Ist es eine genehmigungsfreie oder genehmigungspflichtige Fahrt? Brauche ich also vor der Krankenbeförderung eine Genehmigung der Krankenkasse oder nicht?

Für genehmigungsfreie Fahrten gilt noch eine Übergangslösung: Es gibt zwar eine Regelung, dass bestimmte pflegebedürftige und schwerbehinderte Patienten bei Taxi- und Mietwagenfahrten keine Genehmigung ihrer Krankenkasse mehr einholen müssen, aber die soll erst bei der nächsten Überarbeitung des Formulars berücksichtigt werden. Ärzte und Psychotherapeuten kreuzen deshalb zwar weiterhin an, dass es sich um eine genehmigungspflichtige Taxi- oder Mietwagenfahrt handelt. Der Patient braucht die Genehmigung aber nicht mehr einzuholen, sondern kann die Verordnung so wie sie ist bei Fahrtbeginn dem Transportdienst überreichen.

Alles was Sie sonst noch wissen, erfahren Sie im bvvp Newsletter 3/2019.

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Info des Monats

Vergütung für 2019

Der Orientierungspunktwert für das Jahr 2019 beträgt 10,8226 Cents. Er liegt um 1,58 % höher im Vergleich zum Vorjahr. In der Gegenüberstellung der Preise 2018 und 2019 zeigt sich:

- Die Probatorik entspricht mit 621 Punkten in 2019 einer Summe von 67,21 € (gegenüber 66,16 € in 2018)
- Die Einzelsitzung entspricht mit 841 Punkten in 2019 einer Summe von 91,02 € (gegenüber 89,60 € in 2018)
- Die Sprechstunde entspricht mit 421 Punkten in 2019 einer Summe von 45,56 € (gegenüber 44,85 € in 2018)
- Die Akut-Sprechstunde entspricht mit 421 Punkten in 2019 einer Summe von 45,56 € (gegenüber 44,85 € in 2018)
- Der Strukturzuschlag entspricht mit 143 Punkten in 2019 einer Summe von 15,48 € (gegenüber 15,24 € in 2018)
- Die PFG-Vergütung entspricht mit 170 Punkten in 2019 einer Summe von 18,40 € (gegenüber 18,11 € in 2018)
- Der PFG-Zuschlag entspricht mit 46 Punkten in 2019 einer Summe von 4,98 € (gegenüber 4,90 € in 2018)

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